Jeder Schüler erhält in Klasse 6 eine zweite Bildungsempfehlung ausgestellt. Sie ist Bestandteil der Gelenkfunktion, die die Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) haben soll. Die Bildungsempfehlungen erhalten die Schüler kurz vor Ende des zweiten Halbjahres der Klasse 6. 

Im Vorfeld werden Beratungsgespräche mit den Schülern und den Eltern durch den Kassenlehrer geführt.

Die zweite Bildungsempfehlung gibt eine Empfehlung ab, ob der Bildungsweg am Gymnasium fortgesetzt werden sollte oder ein Wechsel an die Mittelschule sinnvoll wäre.

Anders als die erste Bildungsempfehlung in der vierten Klasse hat die zweite Bildungsempfehlung keinen verbindlich lenkenden Charakter. Jeder Schüler des Gymnasiums, der das Klassenziel der 6. Klasse erreicht (also nicht verzetzungsgefährdet ist) darf selbstverständlich die 7. Klasse am Gymnasium weiter besuchen. Umgekehrt wird kein Oberschüler mit gymnasialer Bildungsempfehlung gezwungen auf ein Gymnasium zu wechseln.

Vielmehr war es das Ziel der Schulpolitiker, die Durchlässigkeit des Schulsystems in Sachsen zu erhöhen und einen Wechsel vom der Oberschule ans Gymnasium und umgekhert zu erleichtern. 

Eltern, Schüler und Lehrer sollten die "2BE" als Gelegenheit sehen, die Richtigkeit der Wahl des Bildungsweges zu reflektieren.

 

 

 

 

 

An dieser Stelle ein Gruß an die verantwortlichen Bildungspolitiker, die gern nur das große Ziel und weniger die tägliche Arbeit an den Schulen im Blick haben. Ihnen sei gesagt, dass der zusätzliche Aufwand für die Erstellung der zweiten Bildungsempfehlung und die Beratungsgespräche ohne irgendeine Kompensation auf dem Rücken der Klassenlehrer abgeladen wurde.