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Am 04.06.2018 besuchten wir, die Schüler der Klassen 9 c und 9 d, gemeinsam mit Herrn Dörnbrack und Herrn Rölke im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte in Pirna-Sonnenstein.

Mit dem Zug ging es über Dresden nach Pirna, zu Fuß erreichten wir dann den Sonnenstein.

Dort angekommen, wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Mitarbeiter der Gedenkstätte begrüßten uns. Diese Mitarbeiter, die freiwillig in der Gedenkstätte tätig sind, berichteten zunächst in Seminarräumen über die Geschichte der 1811 gegründeten Heil- und Pflegeanstalt auf dem Sonnenstein oberhalb der Altstadt von Pirna und über die schrecklichen Ereignisse dort während des Zweiten Weltkrieges. Ein kleiner Teil der Anstalt diente während der NS-Herrschaft als Tötungsanstalt. Es war eine von insgesamt sechs Tötungsanstalten im gesamten Deutschen Reich.

Im Rahmen des so genannten „Euthanasie- Programms“ wurden geistig behinderte sowie psychisch kranke Menschen in einer gründlich geplanten Aktion durch Ärzte, Pflegepersonal und SS- Angehörige getötet. Im ehemaligen Männerkrankengebäude C 16 der Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein kamen allein von Juni 1940 bis August 1941 mindestens 14751 Menschen ums Leben. Als Begründung für die Tötung von psychisch kranken und geistig behinderten Menschen diente die „Rassenhygiene“. Es sollten damit die vermeintlich schlechten Erbanlagen von Menschen ausgemerzt und dagegen die im Sinne der NS- Rassenideologie definierten „guten Erbanlagen“ weitergegeben werden. Die gesamte Aktion wurde von Hitler selbst initiiert und durch seine Handlanger unter der Bezeichnung „Aktion T4“ in die Tat umgesetzt. Die Bezeichnung steht für Tiergartenstraße 4, wo sich in einer Berliner Villa die Hauptzentrale für die Leitung und Verwaltung dieser Mord- Aktion befand.

Nach den Erläuterungen führte uns der Mitarbeiter durch die Kellergewölbe der Gedenkstätte, in welchen die Kranken aller Altersklassen in einer als Duschraum getarnten Gaskammer qualvoll umgebracht wurden. Hierzu wurden mit Kohlenmonoxid jeweils Gruppen von bis zu 30 Personen getötet. Von den zwei Verbrennungsöfen, die in dem Gebäude existierten, sind noch die Fundamente erhalten. In diesen wurden die Leichen von SS- Männern beseitigt. In den Räumen, in welchen die Leichen gelagert wurden, und in den Verbrennungsräumen wurden die Wände mit einer leicht zu reinigenden schwarzen Farbe gestrichen. Das sollte dazu dienen, die Körperflüssigkeiten und sonstige Substanzen der Leichen besser entfernen zu können. Teile dieser Anstriche sind noch erhalten. In einem weiteren Raum sind Fundstücke der Getöteten, die nicht durch das Feuer vernichtet wurden, zu sehen. An der Rückseite des Gebäudes konnten wir anschließend einen Blick in ein Waldstück richten, in dem die Asche der verbrannten Leichen einfach entsorgt wurde.

Benommen machten wir uns auf den Rückweg vom Sonnenstein in Richtung Pirnaer Altstadt. Erst jetzt fielen uns die vielen am Rand des Weges aufgemalten Kreuze auf. Diese Gedenkspur soll an jedes einzelne Opfer der Euthanasie-Morde in Pirna-Sonnenstein erinnern.

 


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