Methodenkompendium: Demokratieerziehung an Schulen
Teil 2: Ansätze für soziales Lernen

Ansatz 3: Konfliktbewältigung durch die Methode Forumtheater

zum Start der Ansätze für soziales Lernen
Projekttage zu Themen des globalen und sozialen Lernens
Projekte zum handlungsorientierten Lernen
So ein Theater mit der Demokratie – Forumtheater
Titelbild

Konfliktbewältigung durch die Methode Forumtheater

Das Forumtheater

Das Forumtheater unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten vom „richtigen“, z. B.: vom Regietheater. Die Handlung des Forumtheaters dreht sich immer um einen Konflikt oder mehrere Konflikte. Das Ende des Stückes findet auf dem dramatischen Höhepunkt statt und in der Ausgangsgeschichte werden keine Lösungen angeboten. Das Publikum besteht nicht aus Zuschauenden, sondern aus Zuschauspielern. Was genau hat es damit auf sich? Forumtheater ist eine Form des Mitspieltheaters. Um für die konflikthafte Geschichte, welche auf der Bühne gezeigt wird, Lösungsansätze zu finden, wird mit den Kompetenzen des gesamten Publikums gearbeitet. Deswegen heißen die Zuschauer in erweiterter Form auch Zuschauspieler . Die Personen im Publikum können aktiv in das Geschehen auf der Bühne eingreifen, nachdem die Geschichte dem Publikum vorgespielt, Antagonisten und Protagonisten bestimmt wurden und das Publikum weiß, worum es geht. Die Spielleitung, im Forumtheater der „Joker“ genannt, wird die Frage stellen: „Was könnte passieren, damit sich die Situation der Betroffenen positiv verändert? Wer hat eine Idee, welche Person durch die Veränderung ihres Verhaltens die Situation verbessern könnte?“ Daraufhin können die Zuschauspieler Veränderungsvorschläge praktisch ausprobieren, indem sie die Rolle einer Person auf der Bühne übernehmen und neue Verhaltensmöglichkeiten ausprobieren. Die restlichen Schauspieler improvisieren. Das Publikum erkennt sofort, was sich verändert hat.