Methodenkompendium: Demokratieerziehung an Schulen
Teil 2: Ansätze für soziales Lernen

Ansatz 3: Konfliktbewältigung durch die Methode Forumtheater

zum Start der Ansätze für soziales Lernen
Projekttage zu Themen des globalen und sozialen Lernens
Projekte zum handlungsorientierten Lernen
So ein Theater mit der Demokratie – Forumtheater
Titelbild

Konfliktbewältigung durch die Methode Forumtheater

Figurentheater und die Arbeit mit Standbildern

Ergänze das Bild

Figurentheater und die Arbeit mit Standbildern

Es finden sich neue Paare zusammen und stellen sich so gegenüber, dass sie sich die Hand geben können.

Sie suchen sich eine zweite Person und demonstrieren das Spiel. (Sprechen Sie sich vorhehr kurz ab, damit klar ist, was gemeint ist.)

An die Gruppe geht folgende Beobachtungsaufgabe

Wie funktioniert das Spiel?

Was ist zu sehen?

Zwei stehen sich gegenüber und geben sich die Hand wie zur Begrüßung. Das Bild friert ein. Eine Person verlässt das Standbild und geht kurz aus dem Bild heraus (einen Schritt), betrachtet die stehende Figur und stellt sich dem ersten Einfall folgend wieder in das Standbild hinein und friert in dem Standbild ein.

Dieses gemeinsame Standbild sollte 3 bis 5 Sekunden stehen.

Die zweite Person verlässt das Standbild und geht kurz aus dem Bild heraus (einen Schritt), betrachtet die stehende Figur und stellt sich dem ersten Einfall folgend wieder in das Standbild hinein.

Die erste Person verlässt das Standbild und geht kurz aus dem Bild heraus (einen Schritt), betrachtet die stehende Figur und stellt sich dem ersten Einfall folgend wieder in das Standbild hinein. u. s. w.

Frage: Was war zu sehen?

Lassen Sie sich beschreiben, was bei der Demonstration zu sehen war.

(!) Das Beschreiben des Gesehenen ist ein wesentliches Element im Forumtheater und sollte von Anfang an geübt werden.

Wenn alle Fragen beantwortet sind, geht es los.

(!) Bei dieser Übung entfaltet sich die theatralische Wirkung durch die Stille, wenn die Bilder ohne Absprache wechseln und auf magische Weise immer wieder neue Themen zum Vorschein kommen.

Nach 10 bis 15 Wechseln stellen Sie jeweils zwei Zweiergruppen zueinander. Nun werden die Wechsel auf eine Vierergruppe ausgeweitet (Viererstandbild).

Erinnern Sie daran, dass die Stille ein wesentliches Element dieser Theaterübung ist.

Aufführung

Um die Möglichkeit zu haben zu sehen, wie das Spiel nach außen wirkt und um die Bühnenscheu abzubauen, zeigen sich alle gegenseitig ihre 4er Bilderwechsel (Statuentheateraufführung).

Die schon etablierte Bühne wird jetzt wieder benutzt und wenn es still geworden ist, beginnt die erste Vierergruppe mit ihrer Aufführung. Die kleinen Aufführungen beginnen und enden mit einem Gruppenstandbild.

(!) Am Ende bekommt jede Gruppe einen kurzen aber wichtigen Applaus für den Mut. Jede Gruppe führt zwei bis drei Durchläufe auf der Bühne vor. Applaus.

Fragen Sie die Gruppe, was sie erkannt hat.

Wurde ein Thema sichtbar?

Worum ging es?

(!) Die Standbilder brauchen eine gemeinsame Standzeit von 3 bis 5 Sekunden, um sie betrachten zu können; sie entstehen zunächst zufällig und sind nicht an ein Thema gebunden.

(!) Pausen nicht vergessen!

Ergänze das Bild

zurück