Methodenkompendium: Demokratieerziehung an Schulen
Teil 2: Ansätze für soziales Lernen

Ansatz 1: Projekttage zu Themen des globalen und sozialen Lernens – Methoden

zum Start der Ansätze für soziales Lernen
Projekttage zu Themen des globalen und sozialen Lernens
Projekte zum handlungsorientierten Lernen
So ein Theater mit der Demokratie – Forumtheater
Titelbild

Projekttage zu Themen des globalen und sozialen Lernens

Modulbezogene Methoden – Wassertragen

Name

Wassertragen

Ziel

Die Teilnehmer erfahren, wie anstrengend es sein kann, einen gefüllten Wassereimer ein paar Meter weit auf dem Kopf zu tragen, ohne das kostbare Gut zu verschütten.

Vorraussetzung
Material

Zwei Wassereimer zu drei Viertel mit Wasser gefüllt, zwei Schals

Vorbereitung

Zwei Mannschaften bilden.
Startlinie und Wendepunkt für Staffellauf festlegen.
Beide Mannschaften sind in zwei Reihen jeweils hintereinander aufgestellt. Der erste Mitspieler jeder Reihe steht an der Startlinie.

Ablauf

Bei „Start“ setzen die Ersten in der Reihe den Schal und dann den Eimer auf den Kopf (siehe Foto), laufen bis zum Wendepunkt, laufen die Strecke zur Mannschaft zurück und übergeben den Schal und den Eimer an den nächsten. Dabei sollen sich die Mannschaftsmitglieder gegenseitig helfen.
Gewonnen hat die Mannschaft, in der als erste alle Mitspieler wieder wie zum Spielstart in der Reihe stehen.

Wassertragen

Wassertragen

Auswertung

Vergleich zur Wassersituation in anderen Ländern thematisieren (evtl. Rückbezug auf AG-Arbeiten und gesehene Filme)
Auch emotionale Reise möglich: „Stellt euch vor, es sind über 40°C, die Sonne brennt, ihr müsst 5 km zum nächsten Wasserloch oder Fluss laufen und zurück nach Hause. Stellt euch vor, ihr bekommt unterwegs Durst, aber ihr könnt das Wasser nicht gleich trinken, weil es stark verschmutzt ist. Das Wasser muss erst tagelang gereinigt werden. Stellt euch vor, ihr müsst das jeden Tag Wasserholen, manchmal sogar zweimal“.
Fazit: Wir in unserem Land gehen mit Wasser oft nach dem Motto um „Aus dem Hahn, aus dem Sinn“. Aber auch wir sollten die Kostbarkeit dieser Ressource erkennen auch wenn wir zur Zeit noch genügend davon haben.
Kleines Gedankenspiel: Was ist, wenn das Wasserwerk und das Klärwerk morgen nicht mehr funktionieren (durch Katastrophen und Krieg)? Oder was ist, wenn Wasser so teuer ist, dass wir es uns nicht mehr leisten können, weil es eine Ware wie jede andere ist und nur für den da der es sich leisten kann? ...