Methode 2 – Argumentationsstationen
Grundidee
Die Schüler sollen zu einer vorher ausgelosten und gedanklich vorbereiteten Frage oder These überzeugend und begründet Stellung nehmen.
vgl.: H. Klippert, 1996, S. 173
Durchführung
- Unter den Schülern werden Kärtchen mit ca. sechs unterschiedlichen Fragen oder Thesen verlost. Jede These oder Frage wird mehrfach angeboten und ist durch die Ziffern 1-6 gekennzeichnet.
- Es folgt eine 10-15 minütige Vorbereitungszeit, in der sich die Schüler auf ihre Frage oder These vorbereiten sollen.
- Nun werden Gruppen gebildet. In jeder Gruppe soll jede These vertreten sein.
- In der Klasse sind sechs Stationen eingerichtet. An jeder Station liegt jeweils eine Karte.
- Zunächst beginnt der Schüler, der sich auf die aufgedeckte These vorbereitet hat. Im Anschluss diskutiert die Gruppe über das gerade vorgestellte Thema.
- Nach einer vorher vereinbarten Zeit wechseln die Gruppen im Uhrzeigersinn zur nächsten Station.
vgl.: H. Klippert, 1996, S. 173
Beispiel
Vorurteile
- Deutsche Männer können nicht tanzen – nur marschieren.
- Wer hier leben will, muss sich auch an die hiesige Leitkultur anpassen.
- Die meisten Deutschen haben im Nationalsozialismus nichts von der Verfolgung der Juden gewusst.
- Ausländer sind krimineller als Deutsche.
- Frau am Steuer – Ungeheuer.
- Deutsche hinterziehen viel mehr Steuern als Ausländer.
- Die da oben machen sowieso was sie wollen.
- Wer arbeiten will, kann sich selbstständig machen.
- Menschen sind von Natur aus schlecht.
- Die Deutschen fahren im Urlaub gerne ins Ausland, weil sie nicht immer nur unter Deutschen sein wollen.
- Die Deutschen sind fleißig, ordentlich und sauber.
- Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg.
- Frauen gehören an den Herd.
- Kriminelle Ausländer haben hier nichts zu suchen.
- Arbeitslose sind nur faul.
- Wir brauchen wieder einen starken Mann.