 |
|
Die Geschichte der Hörgeschädigtenbildung in Dresden
Der Beginn im Oktober 1828
Direktor Zahn unterrichtet gemeinsam mit dem Seminaristen
Johann-Friedrich Jencke erstmals den gehörlosen Schüler Moritz Großmann.
1832
Die erste Schule (Anstalt) wurde im Haus der „Alten Windmühle“,
Freiberger Str.25, eingerichtet.
Johann-Friedrich Jencke unterrichtete als junger Lehrer 14 gehörlose
Schüler. |
1837/38
In der Chemnitzer Straße 2 wird die neue Taubstummenanstalt gebaut.
Gehörlose erhalten nun auch eine Berufsausbildung in den Berufen Tischler
und Schuhmacher.
1839
Johann-Friedrich Jencke gründet mit seiner Frau ein „Asyl für
erwachsene, allein stehende, taubstumme Mädchen“.
1872
In Dresden wird der erste Kindergarten für gehörlose Kinder
Deutschlands in der Chemnitzer Str. 89 eröffnet. Kinder im Alter von sechs
bis acht Jahren besuchen ihn.
1890
Johann-Friedrich Jencke geht nach mehr als 60-jähriger
Berufstätigkeit als Lehrer für Taub-stumme und Direktor der
Taubstummenanstalt in den Ruhestand. Neuer Direktor wird H. E. Stölzner.
1905
Die Lehrer gründen den „Turnverein der Dresdner Taubstummen“ als
Sportverein für Gehörlose. An der Taubstummenanstalt wird eine
„Fortbildungsschule“ mit zwei Klassen für erwachsene Taubstumme eröffnet.
1910
Die Wege der Hörgeschädigtenbildung in Dresden beginnen sich zu
trennen. Schwerhörige und gehörlose Schüler werden in getrennten Klassen
unterrichtet.
1919
Die Schwerhörigenschule wird eine selbstständige Einrichtung. Sie besteht
bis 1999.
1924
Auf der Hohen Straße 58 wird ein Heim für hörgeschädigte Lehrlinge
gebaut.
1945
Am 13. Februar 1945 werden die Gebäude der Schwerhörigenschule und
der Taubstummenanstalt zerstört.
Die Schüler und Lehrer werden vorher evakuiert.
Am 1. Oktober 1945 beginnt der Unterricht für 207 Schüler und 17 Lehrern auf
der Eisenacher Str. 21
in der heutigen Kreuzschule und auf der Waldstraße 24 in Radebeul wieder.
1947
Die Schulaußenstellen in Schellerhau (Erzgebirge) und Röthenbach
werden eröffnet.
Die Schüler bleiben
mehrere Wochen dort und wechseln dann in ein anderes Schulgebäude.
1950
Der Kindergarten und das Lehrlingswohnheim werden auf der Hohen
Straße 58 wieder eröffnet.
1963
In Görlitz eröffnet die erste „Sonderpädagogische Beratungsstelle
für Hörgeschädigte“.
1964
IIm Kindergarten beginnt die Bildung und Erziehung gehörloser Kinder
mittels Daktylzeichen. Auch im Unterricht werden die Daktylzeichen erstmals
eingesetzt. Gehörlose Kinder werden ab dem 3. Lebensjahr in die Vorschule
aufgenommen.
1972
Auf der Maxim-Gorki-Straße wird eine neue Schule, das heutige Haus
B, eingerichtet.
Die Schwerhörigenschule auf der Fischhausstraße wird im Jahr 1970 mit einem
Schulneubau erweitert.
1988
Die Frühförderung hörgeschädigter Kinder beginnt als neue Abteilung
ihre Arbeit.
1991
Das Internat für Gehörlose wird als erstes Gebäude umfassend
saniert. Der Schulteil für mehrfachbehinderte gehörlose Kinder und
Jugendliche wird im gleichen Jahr eröffnet.
1995
Die Schule, das Heim, der Hort und der Kindergarten werden
selbstständige Einrichtungen.
Die Schule erhält den Namen Johann-Friedrich Jencke (Gründer der
Taubstummenanstalt).
August 1999
Die Zusammenlegung der Schule für Schwerhörige und der Schule für
Gehörlose erfolgt im August 1999.
Die Schüler und Lehrer der Schwerhörigenschule ziehen in die Gebäude der
umgebauten Gehörlosenschule und ehemaligen Sprachheilschule ein.
Die gemeinsame Schule bekommt den Namen:
Förderzentrum für
Hörgeschädigte
„Johann-Friedrich Jencke“ Dresden
Danach erfolgen weitere
Sanierungsmaßnahmen, z.B. der Häuser A und C.
Zur Zeit entsteht auf dem Gelände eine neue Turnhalle.
oben |