Zweitafelbilder
(von J. Tiburski)

Um Körper - die ja dreidimensionale Objekte sind - auf einer zweidimensionalen Zeichenebene abbilden zu können müssen wir eine Projektion des Körper realisieren. Das Prinzip gleicht der Schattenprojektion  beim Schattenspiel:

Projektion - wie beim Schatten!

Es gibt jedoch wichtige Unterschiede:

Schrägbildprojektion

1. Man verwendet parallel verlaufende Projektionsstrahlen
    (ähnlich wie beim Sonnenlicht) um Verzerrungen zu
    vermeiden.
2. Man projiziert unter einem 45°-Winkel auf eine
    Ebene.

 

 

 

Merke:

Als Schrägbild bezeichnet man die parallele Projektion eines Körpers auf eine Zeichenebene. Dabei werden Tiefenlinien mit dem Faktor ½ verkürzt und unter einem Winkel von 45° dargestellt (Kavaliersperspektive). Verdeckte Körperkanten werden gestrichelt dargestellt.

( Extraseite öffnen )

Zweitafelprojektion

1. Man verwendet parallel verlaufende Projektionsstrahlen
    (ähnlich wie beim Sonnenlicht) um Verzerrungen zu
    vermeiden.
2. Man projiziert auf zwei zueinander senkrecht stehende
    Ebenen (Grundrissebene und Aufrissebene) um die
    räumlichen Abmessungen des Körpers festzuhalten.

 

Merke:

Als Zweitafelbild bezeichnen wir die senkrechte Parallelprojektion eines Körpers auf zwei Projektionsebenen. Man unterscheidet den Aufriss vom Grundriss. Die beiden Risse werden durch die Rissachse getrennt.


Die folgende Bilderserie zeigt die Einzelschritte bei der senkrechten Zweitafelprojektion eines Pyramidenstumpfes:


0. Der Körper (Pyramidenstumpf)
    befindet sich frei im Raum.

1. Die Projektionsebenen werden
    dazu genommen.

2. Der Körper wird in die Aufriss-
    ebene projiziert

3. Die senkrechte Projektion des
    Grundrisses.

4. Die Ebenen werden in eine
    gemeinsame Ebene geklappt.

5. Die fertige Projektion des
    Pyramidenstumpfes.
In der folgenden Animation werden alle Schritte hintereinander ausgeführt:


Die Konstruktion mit Bleistift und Lineal

Die Konstruktion mit geometrische Hilfsmitteln (Zirkel, Lineal, Geodreieck) ist in dem unten stehende Applet zu erkennen. Die Konstruktion ist komplett aufgezeichnet und kann mit der Button-Leiste am linken Rand abgespielt werden. Wenn die Konstruktion fertig ist kann man mittels der freien Punkte (gelb) die Größenverhältnisse des Pyramidenstumpfs ändern.
Bei dieser Art von Konstruktionen werden alle Punkte zusätzlich mit Strichen bezeichnet: einfach gestrichen (z.B. A') bedeutet Grundrisspunkt und zweifach gestrichen (z.B. A'') bedeutet Aufrisspunkt!


Soweit zur Konstruktion des Zweitafelbildes des Pyramidenstumpfs. Aber wie sehen nun andere Körper im Zweitafelbild aus. Im täglichen Leben sieht man fast immer nur die Schrägbilder der Körper! In der folgenden Tabelle sind deshalb die geometrischen Grundkörper aufgeführt und ihre Zweitafelbilder als Ergebnis der senkrechten Zweitafelprojektion dargestellt worden.

Projektionen einfacher geometrischer Körper
(Zweitafelbilder als VRML-Dateien)


Würfel-Projektion

Quader-Projektion

Pyramiden-Projektion

Pyramidenstumpf-Projektion

Prisma-Projektion

Zylinder-Projektion

Kegel-Projektion

Kugel-Projektion
  Jetzt seid ihr dran ...
Übungen

1.)  Definition des Schrägbildes!

2.)  Definition des Zweitafelbildes!

3.)  Stelle die Zuordnungen zwischen den Körpern und ihren Abbildungen her!

Projektionen auf mehrere Projektionstafeln

(Sechs Ansichten: Vorn, Hinten, Rechts, Links, Oben und Unten)


Animation als interaktive VRML-Datei starten  ]

4.)  Ansichten zuordnen: Körper 0
      (Mit Zuordnungshilfe)

5.)  Ansichten zuordnen: Körper 1

6.)  Ansichten zuordnen: Körper 2

Übungen zur Konstruktion mit dem Geonet-Applet

7.)  Grundriss eines Würfels ergänzen

8.)  Aufriss eines Pyramidenstumpfes ergänzen

9.) Zweitafelbilder von Buchstabenkörpern