Winterlager

Am 15. Januar 2018 ging es los, erwartungsvoll stiegen wir in die Busse ein. Kurz vor der Ankunft in Harrachov wurde die Musik aus den Ohren genommen- wir waren in der Tschechischen Republik! Anfangs sahen wir nur wenig Schnee, es wurde aber mehr und entsprechend stieg unsere Spannung. Nach der Erkundung von Harrachov am Montagnachmittag packten wir unsere Sachen aus und bekamen unsere Skiausrüstung. Am Abend gab es ein Seminar, wir sollten erst einmal die Grundtechniken kennen lernen, die die Basis für den Erfolg werden sollten.

Am Dienstag ging es nach dem Frühstück und einer Besprechung gleich los. Bei -7°C trugen die meisten von uns 3 Schichten Kleidung. 9:30 Uhr fingen wir mit ein paar einfachen Übungen an. Wir sollten alles Gelernte austesten, vor allem auch uns selbst. Schon am Nachmittag bewältigten wir kleine Hänge. Trotz einiger Stürze ließen wir uns nicht entmutigen, im Gegenteil- aus Fehlern lernt man ja gewöhnlich!

Am nächsten Morgen waren wir wieder fit, ein 4km langer Skilanglauf stand uns bevor. Der Weg führte uns zu einem kleinem Wasserfall und wir nahmen schöne Erinnerungsfotos auf. Am Nachmittag sollten wir unser Können im Sprint und Biathlon unter Beweis stellen. Zunächst erkämpfte jeder für sich eine bestmögliche Zeit. Die ermittelten sechs besten Jungen und Mädchen der Klassen waren dann die Staffelläufer für den Biathlonwettkampf. Natürlich schossen wir nicht mit Gewehren auf weit entfernte Punkte; wir sollten jeweils drei Tennisbälle in einen Hula-Hoop-Reifen werfen. Je nachdem, wie viele Bälle daneben landeten, musste man die entsprechenden Strafrunden laufen. Mit Körperkontakt wurde dann an die nächsten Läufer übergeben. Der Biathlonwettkampf war von der Spannung her eine echte Achterbahn, mal freuten sich die einen und mal die anderen. Jede Klasse führte das Rennen mal an, doch am Ende sollte die Klasse gewinnen, die am schnellsten war und auch die Tennisbälle am sichersten getroffen hat. An dieser Stelle noch einmal: Herzlichen Glückwunsch an die 9c! Alle haben sich für ihre Klasse eingesetzt und so hätte auch jeder diesen Sieg verdient. Am Abend schrieben wir noch ein Testat über das gelernte und angewandte Wissen.

Der Donnerstag sollte der Höhepunkt unserer Skiausbildung werden. Wir teilten uns auf. Die leistungsstarken Schüler fuhren mit dem Sessellift auf den 1022m hohen Teufelsberg, die anderen blieben unten und festigten zunächst ihre Fertigkeiten. Nach einer kurzen Planänderung ging es dann auch endlich los. Der erste Teil des über 10km langen Skilanglaufs war anstrengend und nervenraubend, deshalb sank unsere Stimmung leicht in den Keller. Doch sie besserte sich bei jeder Bergabpassage, die uns bevorstand. An einer Holzhütte machten wir Rast. Wir aßen etwas aus unserem Lunchpaket und jedem wurde ein Tee spendiert. Von schlechter Laune war keine Spur mehr und so starteten wir zuversichtlich in die zweite Phase der Tour. Diese war von langen, nicht zu steilen Bergabpassagen geprägt. Wir alle spürten den Rausch der Geschwindigkeit und wollten mehr davon, auch wenn wir klitschnass waren und unsere Mützen vereisten. Man kann schon sagen, dass man am Ende leicht enttäuscht war, wie schnell die sechs Stunden doch vergangen sind.

Das gesamte Skilager war ein tolles Erlebnis geworden und für manche wird das Skifahren zum Hobby. Das Jahr 2018 ist noch jung, dennoch wird das Skilager mit zu den Highlights des Jahres gehören. Deshalb sagen wir allen Lehrern, die uns begleitet haben und Herrn Dr. Nimetschek vielen Dank für die unvergessliche Woche.

Hannah Bieder im Namen der 9. Klassen der OS Nünchritz

 

Wi wi
wi wi
wi wi
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 [Bilderquelle: A. Lungwitz]