Konzeptionelle Arbeitsgrundlagen

Die hier formulierten konzeptionellen Arbeitsgrundlagen entsprechen denen der Kreismedienstelle Meißen mit Stand 2006. Eine Neufassung für das MPZ Meißen befindet sich in Vorbereitung und wird wesentliche Elemente der hier vorgestellten Fassung aufgreifen.

Situationsanalyse

Im Zuge der breiten Einführung von Informations- und Kommunikationstechnik an den Schulen und mit der Einführung einer neuen Lehrplangeneration an allen Schulformen erhöhen sich die medienintegrativen Anforderungen an Unterricht und Schule und damit auch die Anforderungen an die für Ausstattung verantwortlichen Schulträger.
Eine verstärkte Einbeziehung von Kindertagesstätten in den Bildungsprozess stellt neue Anforderungen an die Fachberatung durch die zuständigen Stellen des Jugendamtes, die ggf. medientechnische Hilfe und Unterstützung benötigen.
Durch die Einführung von Schulen mit ganztägigem Angebot erwachsen spezifische Aufgaben hinsichtlich pädagogischer und konzeptioneller Begleitung der Einrichtungen bei der Umsetzung ihrer pädagogischen Konzepte.
Ein objektiv höherer Bedarf an Medienprodukten kann nur durch die kostengünstige zentral-regionale Beschaffung und Bereitstellung finanziell aufgefangen werden. Landesweite Kooperationen können die Kosten weiter reduzieren.
Die Novellierung des Urheberrechtes erfordert zwingend eine Sensibilisierung von Schulen und Schulträgern sowie die Gewährleistung eines rechtssicheren Umfeldes für den Medieneinsatz an Schulen.

Die Kreismedienstelle Meißen kann auf eine umfangreiche Ausstattung mit leistungsfähiger Medientechnik zurückgreifen, welche im Bereich der Computer- und Videotechnik ein zeitgemäßes technisches Niveau erreicht und die Arbeit mit größeren Kinder- und Jugendgruppen sowohl an den Schulen als auch an der Kreismedienstelle erlaubt.

Ihr Bestand an Bildungsmedien umfasst alle Arten gebräuchlicher Medien. Er entspricht weitgehend dem Bedarf, kann jedoch den aus der Lehrplannovellierung erwachsenden inhaltlichen Anforderungen nur bedingt gerecht werden. Technischer Verschleiß und der daraus resultierender Ersatzbedarf sind sehr hoch. Investitionen in den Erhalt und punktuellen Ausbau des Medienbestandes bleiben unerlässlich.

Grundsätzlich gewährleistet die Kreismedienstelle für alle Schulen des Landkreises eine rechtskonforme Bereitstellung von Lehr- und Unterrichtsmedien; ihr Transport zum Nutzer ist abgesichert.

Die zentrale Beschaffung verringert die Kosten für die Mediennutzung an Schulen erheblich. Die Schulträger werden bei der Bereitstellung von Lehr- und Unterrichtsmitteln unterstützt. Durch die gemeinsame Beschaffung im Rahmen des Medienstellenverbundes im Freistaat Sachsen können die Kosten weiter reduziert werden.

 

Zielformulierung

Die Kreismedienstelle Meißen ist eine öffentliche Einrichtung des Landkreises Meißen. Sie hat die vorrangige Aufgabe, die Erziehungs- und Bildungsarbeit an Schulen medienpädagogisch und medientechnisch zu unterstützen. Sie stellt den Schulen eine Vielfalt von Bildungsmedien in einem rechtssicheren Umfeld zur Verfügung und trägt damit zur Kostenentlastung der Schulträger bei.

Durch die Unterstützung von Trägern der Jugendarbeit leistet die Kreismedienstelle einen Beitrag zur Erfüllung des Jugendhilfeplans des Landkreises Meißen und bietet Unterstützung bei der Fachberatung der Kindertagesbetreuung.

Die Kreismedienstelle Meißen nimmt an der berufsbildenden Beratung von Jugendlichen teil und übernimmt Verantwortung für praktische Elemente der Berufsausbildung.

Durch Vereinbarungen mit Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung unterstützt die Kreismedienstelle die Präsentation des Landkreises Meißen als Bildungsstandort mit überregionaler Bedeutung.
Die Kreismedienstelle strebt arbeitsteilige Kooperationen mit medienpädagogischen Einrichtungen angrenzender Landkreise an.

 

Inhaltliche Ausgestaltung

1. Funktion als Kreismedienstelle

Gemäß der „Gemeinsamen Empfehlung der Sächsischen Staatsministerien für Kultus und des Innern an die Landkreise und kreisfreien Städte des Freistaates Sachsen zur weiteren Arbeit der kommunalen Medienstellen“ vom 4. Januar 1994 und der “Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Tätigkeit der pädagogischen Leiter von Medienstellen der Kreise und kreisfreien Städte“ vom 31. August des gleichen Jahres wird die Führung von kommunalen Medienstellen und deren Besetzung mit einem pädagogischen Leiters festgeschrieben sowie Art und Umfang der Tätigkeit des pädagogischen Leiters umrissen.

In Zusammenarbeit zwischen pädagogischem Leiter und kommunalen Angestellten sind in den nächsten Jahren verstärkt folgende Tätigkeitsschwerpunkte zu realisieren:

  • Beschaffung bildungsrelevanter Medienprodukte unter den Gesichtspunkten eines effizienten und kostenminimierenden Mitteleinsatzes und deren rechtssichere Bereitstellung für alle Bildungseinrichtungen des Landkreises.
  • Begleitung der Einführung einer neuen Lehrplangeneration mit medienintegrativen und fachübergreifenden Charakter an allen Schulformen.
  • Unterstützung der Konzeption und Durchführung von Neigungskursen an Mittelschulen und Neigungsunterricht an Gymnasien als Sonderformen des fachübergreifenden und interessengeleiteten Unterrichts.
  • Unterstützung der Konzeption und Durchführung von Neigungskursen an Mittelschulen und Neigungsunterricht an Gymnasien als Sonderformen des fachübergreifenden und interessengeleiteten Unterrichts.
  • Beteiligung an der Entwicklung einer lehrplanbezogenen Mediendatenbank für Sachsen in Kooperation mit dem Comenius-Institut Radebeul und den sächsischen Medienstellen.
  • Unterstützung der Arbeit „Pädagogischer IT-Koordinatoren“ (PITKO) bei der Lehrerfortbildung und Systembetreuung an den Schulen in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Bildungsagentur und dem Sächsischen Bildungsinstitut.

 

2. Unterstützung der Fachberatung Kindertagesbetreuung

Im Sinne ganzheitlichen Herangehens an Fragen der Medienwirkung und Mediennutzung im Kinder- und Jugendbereich sowie der erweiterten Einbeziehung des Vorschulbereiches in die Bildungsplanung des Freistaates Sachsen leistet die Kreismedienstelle einen Beitrag zur Kindertagesbetreuung im Vor- und Grundschulbereich.

Elemente der Unterstützung / Leistungsangebote für die Kindertagesbetreuung

  • Sonderkatalog Kindertagesbetreuung - Die Kreismedienstelle erarbeitet im Rahmen einer Medienbewertung und im Zusam-menwirken mit den Kindertagesstätten einen Teilkatalog von Medien, welche für den Kita-Einsatz geeignet erscheinen.
  • Medien- und Technikbereitstellung gemäß Satzung und Gebührensatzung
  • Fachliche Unterstützung bei der Entwicklung medienfokussierter Angebote
  • Personelle und technische Kooperation bei der Durchführung von Veranstaltungen insbesondere mit medienpädagogischem Charakter.

 

3. Die Kreismedienstelle in der Kinder- und Jugendarbeit

Die Kreismedienstelle unterstützt unter Anerkennung der Ziele und Inhalte des Sächsischen Landesjugendplanes und des Jugendhilfeplanes des Landkreises Meißen im Rahmen seiner personellen und technischen Leistungsfähigkeit als beratende Einrichtung die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Meißen.

Elemente der Unterstützung / Leistungsangebote für Träger der Kinder- und Jugendarbeit

  • Medien- und Technikbereitstellung gemäß Satzung und Gebührensatzung
  • Fachliche Unterstützung bei der Entwicklung medienfokussierter Angebote
  • Personelle und technische Kooperation bei der Durchführung von Veranstaltungen insbesondere mit medienpädagogischem Charakter.

Sie arbeitet bei der Umsetzung dieser Konzeption eng mit dem Jugendamt, dem Kreisjugendring, den Trägern der freien Jugendhilfe im Bereich der offenen Kinder- und Jugendhilfe nach §§ 11-14 KJHG und dem Bereich Hilfen zur Erziehung nach §§ 16-21, 27-35 KJHG zusammen.
Leistungen der Kreismedienstelle können von allen Trägern der freien Kinder- und Jugendarbeit in Anspruch genommen werden und bedürfen deren Initiative.

4. Beiträge zur Berufsfindung, Berufsausbildung und Erwachsenenweiterbildung

Die Kreismedienstelle Meißen leistet als Träger von Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen im Rahmen des ALG II in Partnerschaft mit den regionalen Trägern Unterstützung bei der beruflichen Förderung Langzeitarbeitsloser. Für Schüler in der überbetrieblichen Berufsausbildung profilnaher Ausbildungsberufe ist sie Partner für die Durchführung von Praktika. Für Schüler von Mittelschulen werden Angebote zum zweiwöchigen Berufspraktikum an der Kreismedienstelle unterbreitet.

Diese Konzeption bildet die Arbeitsgrundlage für die Tätigkeit der Kreismedienstelle Meißen mit dem In-Kraft-Treten der neuen Satzungen am 1.2.2005

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