Interaktive Wandtafeln - Interactive Whiteboards

Technik rund ums Board: Die Größenfrage (überarbeitet 06.09.2016)

 

Die aktuell am Markt befindlichen Boards weisen Diagonalen zwischen 74 Zoll (1,88 m) und 95 Zoll (2,41 m) auf, was etwa einer Boardbreite zwischen 1,80 m und 2,40 m entspricht. Damit bewegen sich die Boards in etwa im Bereich der üblichen Wandttafeln.

1. Überlegungen anhand der absoluten Größe des Boards

Man könnte der Einfachheit halber davon ausgehen, das ein Board in etwa so groß sein soll, wie eine klassische Wandttafel, die in dem entsprechenden Raum genutzt werden könnte. Hierfür gibt das Leinwandlexikon (www.leinwandlexikon.de) einige Hinweise:

Zitat Leinwandlexikon:
Mindestabstand = Bildflächenbreite x Faktor 1,5 (0,4 x idealer Abstand)
Idealer Abstand = Bildflächenbreite x Faktor 3,8
Maximalabstand = Bildflächenbreite x Faktor 6,0
(1,6 x idealer Abstand)

Hieraus errechnet sich ein minimaler Abstand von 2,70 m bis 3,60 m von der Tafel, wobei der Maximalabstand einen Bereich von 10,80 m bis 14,40 m nicht überschreiten sollte. Damit wird der Größe eines durchschnittlichen Klassenzimmers gut entsprochen.

2. Überlegungen anhand der Auflösung des Beamers

Da im Gegensatz zur analogen Wandttafel die Boards ihr Bild aus einzelnen Bildpunkten entsprechend der Auflösung des verwendeten Beamers aufbauen, ist eine weitere Betrachtung angebracht, welche die Bildschärfe und die Erkennbarkeit von Details berücksichtigt. Hier ist eine Orientierung an den Empfehlungen für Fernsehgeräte ein möglicher Weg.

Gemäß inwa e.V.i.Gr. (http://www.beepworld.de/members94/inwa/betrachtungsabstand.htm) beträgt der optimaler Betrachtungsabstand, ab dem ein Bild scharf wirkt, bei PAL (540 Zeilen) das 2,5 - 3fache der Bilddiagonalen.

Übertragen auf die Boards kann für ein mittleres 87''-Board mit 221 cm Diagonale ein optimaler Betrachtungsabstand von etwa 6,60 m angenommen werden um den herum sich etwa im Bereich von 4,50 m bis hin zum 1,6fachen des Optimalabstands ein sinnvoller Betrachtungsabstand für Darstellungen in PAL-Auflösung erstreckt.

Da die Boards aber über die Beamer nicht PAL auflösen, sondern deutlich höher mit derzeit ca. 800 Zeilen verringert sich der optimale Abstand um den Faktor 580/800 = 0,725 auf 4,80 m bzw. einen Raum, der von einem Minimum bei etwa 3,25 m an bis zum Maximalabstand reicht.

Übertragung auf Interaktive Displays

Für diese gilt uneingeschränkt das Gleiche, nur das die Displays mit einer Auflösung von mindestens True HD, also 1920 x 1080 Pixeln arbeiten. Damit verringert sich der Abstand, ab dem ein scharfes Bild erkannt wird auf rund die Hälfte und damit auf etwa 3m bei einem 87"-Display.

 

3. Zur Arbeit des Lehrers an der Interaktiven Tafel

Weitgehend unbetrachtet bleibt bei diesen und ähnlichen Betrachtungen der Lehrer, welcher in Armreichweite höchstens 1 m vom Board entfernt und damit weit unterhalb des Minimalabstandes tätig ist. Analog zu Fernseher oder Monitor, denen man zu nahe rückt, wird vom Lehrer nicht das Gesamtbild wahrgenommen sondern ein mehr oder weniger zerklüftetes Raster aus farbigen Quadraten, getrennt durch die Stege zwischen den Dioden des Beamers. Mit steigender Größe des Boards verstärken sich diese Effekte.

Um so mehr ist im Vorfeld der Beschaffung darauf zu achten, dass das vom Beamer dargestellte Bild möglichst scharf und sowenig wie möglich durch Stege zwischen den Bildpunkten beeinträchtigt wird.

Zur Verdeutlichung die folgenden Abbildungen, die im Größenverhältnis etwa dem Betrachtungsabstand des Lehrers entspricht:

Beamer Typ 1   Beamer Typ 2
 
 
 

 

Beamer vs. Interaktive Displays

Unter den oben aufgeführten Gesichtspunkten fällt die Entscheidung zwischen einem Board mit Beamer oder einem Interaktivem Display zwingend zu Gunsten des Letzteren aus. Höhere Auflösung, bessere Schärfe und höherer Kontrast verbessern die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte erheblich.

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