Interaktive Wandtafeln - Interactive Whiteboards

Technik rund ums Board: 16:10, 16:9, 4:3 - Die Seitenverhältnisfrage
(überarbeitet 06.09.2016)

Aktuell befinden sich Boards und Displays in drei verschiedenen Formaten im Einsatz, die unabhängig von ihren Abmessungen ein Seitenverhältnis von 4:3 (kaum noch neu im Handel) oder ein Seitenverhältnis von 16:10 (viele Boards mit Beamer) bzw. 16:9 (quasi alle Interaktiven Displays) aufweisen.
Entsprechende Angaben sind Ihnen wahrscheinlich von Fernsehern oder Monitoren sowie bei Displays von Notebooks bekannt, dort ist das Seitenverhältnis von 16:9 am meisten verbreitet.

Im Format 16:9 reduziert sich die Bildhöhe gegenüber 16:10 um 10%, was effektiv zum Verlust einer Zeile handschriftlichen Textes auf jeder Tafelbildseite führt. Ansonsten gelten die folgenden Ausführungen in Analogie auch für das Format 16:9.

 

Das kann der Beamer bzw. das Display

 

Um die Frage nach dem optimalen Seitenverhältnis klären zu können, muss man neben der reinen Platzfrage auch das Gesamtsystem aus Beamer und Steuer-PC in die Betrachtung einbeziehen.

Integrierte Beamer für Whiteboards im 4:3 - Format arbeiten in der Regel mit einer Bildauflösung von 1024 x 768 Bildpunkten. Die damit ausgestatteten Tafeln sind folglich recht schmal.
Solche für 16:10 - Tafeln arbeiten mit einer Auflösung von 1280 x 800 (seltener 1680 x 1050) Bildpunkten, 16:9-Beamer lösen mit 1366 x 768 oder (seltener) 1920 x 1080 Bildpunkten auf. Entsprechend wird bei gleichbleibender Bauhöhe der Tafel mehr Raum in der Breite benötigt.

Interaktive Displays arbeiten mit eine Standard-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten im 16:9 - Format. Aktuelle Displays mit mehr als 80" Bildschirmdiagonale werden im 16:9 - Format mit sogenannter 4k-Auflösung (4096 × 2160 Bildpunkte) angeboten.

Höhere Auflösungen werden durch Interpolation zu Lasten der Bildschärfe dargestellt (weshalb man darauf aus Gründen der Lesbarkeit verzichten sollte). Für niedrigere Auflösungen wird nur ein Teil des Beamerdisplays genutzt, wobei in diesem Fall die Bildschärfe erhalten bleibt.

 

Steuer-PC/Notebook  

Werden Beamer bzw. Display als einziges Anzeigegerät an einen Steuer-PC angeschlossen, bleiben Probleme aus. Der PC erkennt das Gerät und stellt sich in der Regel selbständig auf die angebotene Auflösung ein. Man muss lediglich kontrollieren, ob die vom PC erkannte Auflösung derjenigen des Anzeigegeräts auch wirklich entspricht. Gern mogeln hier Beamer, die bauartbedingt nur 1366 x 768 Bildpunkte auflösen, sich aber als True-HD Gerät mit 1920 x 1080 Bildpunkten ausgeben. Unkorrigiert ist ein leicht verschwommenes Bild die Folge der Fehleinstellung.

Wird an den PC ein zusätzlicher Monitor angeschlossen bzw. zur Steuerung des Boards ein Notebook verwendet, mus das Zusammenspiel der Komponenten gut aufeinander abgestimmt werden. Optimalerweise wird auf dem internen Display bzw. Monitor das Bild genau so dargestellt, wie es am Whiteboard erscheint. Man benötigt dafür ein Display mit dem gleichen Seitenverhältnis und möglichst der gleichen Bildauflösung wie der Beamer.

Oder man konfiguriert das Gerät so, dass zumindest das Seitenverhältnis auf Display und interaktivem Board übereinstimmen. Sonst wird ein Kreis schnell zur Ellipse.

 

Whiteboard/Beamer und Display mit verschiedenen Seitenverhältnissen ohne Anpassung

Da im Handel kaum noch Monitore oder Notebooks mit 16:10 - Seitenverhältnis verfügbar sind, wird in der Regel ein 16:9 - Display zum Einsatz kommen. Dann sollte darauf geachtet werden, dass der Steuer-PC bzw. das Notebook das Bild ohne Verzerrung darstellen kann. Auf dessen Display erscheinen dann schwarze Ränder.

 

Whiteboard/Beamer und Display mit verschiedenen Seitenverhältnissen mit Anpassung des Displays

 

Austausch / Nachrüstung vorhandener Geräte

Für Systeme, die mit einem bereits vorhandene Beamer oder einem nichtintegrierten Gerät arbeiten, gilt sinngemäß das Gleiche: Die Seitenverhältnisse von Board, Beamer und Steuer-PC - Display sollten möglichst übereinstimmen.
Ein 4:3 - Beamer an einem 16:10- oder einem 16:9-Board lässt an beiden Seiten ungenutzte Fläche, umgekehrt bleiben bei einem 16:10 - Beamer und einem 4:3 - Board oben und unten ein ungenutzter Streifen.

 

Whiteboard und Beamer mit verschiedenen Seitenverhältnissen

 

Eine entsprechende Auslegung und Konfiguration der Geräte sollte man zweckmäßigerweise bei der Vergabe des Auftrags bereits im Leistungsverzeichnis formulieren.

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