Umgebung


Das Forsthaus Kreyern


Der Ort Kreyern wurde 1421 als kreyer erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1556 ließ Kurfürst August von Sachsen die Einwohner von Kreyern umsiedeln und errichtete dort das Forsthaus. 1628 wurde es vergrößert. Nach einem Brand von 1847 baute man es in der heutigen Form wieder auf.
2002 wurde es saniert und ist nun Sitz des Forstamtes Moritzburg.
Tannenbäume und Wildfleisch gibt es zum Verkauf.
Ruben


Der Gasthof Auer


Die Geschichte des "Gasthofs Auer" beginnt bereits 1727.
Zuerst gab es den Auergarten, nicht weit von der heutigen Stelle entfernt. Dort wurden Auerochsen, eigentlich litauische Wisente, gehalten, die dem Ort seinen Namen gaben.
2 Jahre später eröffnete dort ein Bierausschank. 1770 wurde das Gebäude vergrößert, brannte jedoch 1869 nieder. Das neue Gasthaus wurde an der Auerkreuzung erbaut, wo es noch heute steht. 1933 kaufte es mein Urgroßvater und seit 1978 gehört es meinen Großeltern, der Familie Stankus. Zu jeder Jahreszeit kommen Reisende, Wanderer und Reiter, um eine Rast zu machen.
Jessica


Das Wolfsdenkmal


Man findet das Wolfsdenkmal im Wald in der Nähe des Forsthauses Kreyern. Es wurde 1618 in Lebensgröße aus Sandstein errichtet und erinnert an die Treibjagd vom 20. April 1618, an der auch Kurfürst Johann Georg I. teilnahm. In den Steinsockel sind alle beteiligten 36 Personen eingemeißelt. Der Schütze selbst wird zuletzt erwähnt, der junge Jäger Anthoni Brum.
Toni


Die Kirche in B�rwalde


Die jetzige Kirche wurde von 1866 bis 1867 gebaut, weil die alte Kirche zu klein geworden war. Am 8. Mai 1961 schlug ein Kugelblitz ein und zerstörte große Teile der Kirche. Der Dachboden brannte. Nach einem Jahr konnte wieder Gottesdienst gehalten werden. Im Jahr 1955 bekam die Kirche neue Glocken: sie klingen in den Tönen "f", "as" und "b".
Auf dem Dach der Kirche befindet sich eine Solaranlage.
Chiara


Die "Churfuerstliche Waldschaenke" Moritzburg


Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Torwärterhaus am Eingang zur Fasanerie gebaut. Später wurde es als Hegerhaus erweitert und erhielt Schankrecht.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die "Waldschaenke" ausgebaut und bis 1945 als Gastwirtschaft geführt.
1967 erfolgte die Sanierung und Erweiterung zu einem Hotel- und Restaurantbetrieb und nannte sich von da an "Churfuerstliche Waldschaenke"
Viele berühmte Persönlichkeiten besuchten bisher diese Gaststätte.
Richard


Das Fasanenschloss


August der Starke ließ eine Fasanerie anlegen. Das war ein Gebiet, in dem Fasane lebten und gezüchtet wurde. Der Sohn August des Starken baute ein ein-faches Haus auf dem Fasanenberg. Der Baumeister war Knöffel.
Im"Siebenjährigen Krieg" wurde die Fasanerie zerstört. Graf Marcolini bekam von August dem III: (Urenkel August des Starken) den Auftrag, die Fasanerie wieder aufzubauen und das Fasanenschlösschen zu errichten. Der Baumeister war Johann Daniel Schade. Das kleine Schlösschen wurde zur Jagd und für Feste benötigt - es war kein Wohnschloss.
Felix


Die Dardanellen

Dardanellen gibt es eigentlich an einer Meerenge in der Türkei zwischen dem Marmara - Meer und dem ägäischen Meer. Diese Dardanellen sind 100 m tief und 65 km lang. Dort war 1770 eine sensationelle Seeschlacht. Das hat August den III. sehr beeindruckt.
August III. wollte auch etwas Besonderes sein. Aus diesem Grund, hat er die Dardanellen in Moritzburg nachbauen lassen. Er wollte diese Seeschlachten nachmachen. Es war ein öffentliches Theater.
Lina


Die Jagd im Friedewald


Im Friedewald wurde seit vielen Jahrhunderten gejagt.
Schon der Urgroßvater August des Starken brachte viele Tiere zur Strecke, aber auch August der Starke liebte die Jagd. Bei der Jagd gab es verschiedene Formen. Eine besondere Jagd war die Parforcejagd. Das ging so: Einer hat auf dem Horn geblasen. Da kamen die Jäger bereits 5.00 Uhr am Morgen zum Hellhaus, haben gegessen und auch Wein getrunken. Dann wurde den ganzen Tag gejagt. Die Tiere wurden einzeln zur Strecke gebracht. Die Hunde haben das Wild aufgestöbert und durch den Wald gehetzt.
Oben auf dem Hellhaus war der Schwanenwärter, der mit seiner Eisenfahne die Richtung des flüchtenden Tieres zeigte. So konnten die Jäger das Wild schnell stellen. Es wurde von Hunden umzingelt und laufunfähig gemacht. Nun wurden die Fürsten mit dem Horn gerufen. Die Kurfürsten töteten den Hirsch mit dem Hirschfänger. Das war nicht ungefährlich. Nach der Jagd wurden alle erlegten Tiere auf die Wiese gelegt, mit einem Jagdsignal geehrt. Zum Schluss gab es ein großes Fest.
Ricardo und Anne


Entenfang am Großteich

Enten wurden auch gern in Moritzburg gejagt und gegessen. 1728 gab August der Starke den Auftrag, einen so genannten Entenfang am Großteich, nahe Cunnertswalde anzulegen. Noch im selben Jahr wurde das Entenfängerhäuschen, der Teich mit den Dämmen und den Gräben angelegt.
Wie funktionierte so ein Entenfang? Im kleinen Teich saß eine Lockente, der man etwas die Flügel gestutzt hatte. Auf dem Großteich schwammen viele Wildenten umher. Sie hörten den Lockruf und schwammen zur Lockente. Dort gab es genügend Futter. Bald schwammen sie in die angelegten kleinen Gräben, die mit einem Netz überspannt waren. Manche Enten flüchteten in das "Entenschott", das durch eine Falltür geschlossen wurde. Dort wurde sie gefangen und "gegringelt". Im "Siebenjährigen Krieg" wurde der Entenfang zerstört. Heute sehen wir noch den kleinen Tümpel und kleine Gräben.
Floriane


Das Wildgehege Moritzburg


Moritzburg war und ist berühmt für seine Wald- und Teichlandschaft. Deshalb ließ Kurfürst Johann Georg IV im Jahre 1691 in der Nähe des Schlosses einen Tiergarten planen, der 1694 fertig war. Das dort gehaltene Wild bot die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Jagd. Um das Ausrotten des Rot- und Schwarzwildes zu verhindern, fanden seit 1827 keine Hetzjagden mehr statt. Der Tiergarten wurde zum geschützten Gebiet erklärt. Ab 1893 war der Tiergarten für Besucher geöffnet. Am 25.11.1958 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Tiergarten das heutige Wildgehege mit 30 Tieren wieder eröffnet. Es befindet sich nahe am Großteich. Vom Tiergarten sind noch alte Bruchsteinmauern bis heute erhalten geblieben. Sie werden teilweise vom Wildgehege genutzt.
Heute kann man im Wildgehege ungefähr 180 verschiedene einheimische Tiere sehen. Sie werden unter naturnahen Bedingungen gehalten. Die Besucher können Elche, Luchse, Wölfe, Rot- und Damwild beobachten. Auch die kleineren Tiere, wie Füchse, Marder, Kaninchen und Nutria sind sehenswert. Besonders toll ist es, den kleinen Wildschweinen - den Frischlingen - beim Spielen zuzusehen.
Ein Besuch im Wildgehege ist zu jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis.
Hortgruppe der Klasse 2


Der Leuchtturm


Der von Johann Daniel Schade gebaute Leuchtturm steht am Großteich. Früher gab es den Damm zwischen den Teichen noch nicht. Der Wasserspiegel war deshalb viel höher.
August der III., also der Urenkel August des Starken, lies sich etwas nach 1780 eine kleine Flotte bauen, die auf dem Großteich bei den Festen und Jagden wie bei einem Theaterspiel zu sehen war. Der Leuchtturm und die Dardanellen waren die Kulissen zum Fest. Alles sollte gut wirken.
Die zwei Inseln im Teich wurden künstlich angelegt. Zehn Gondelführer wurden angestellt. In der Nähe des Entenfangs wurde eine kursächsische Schiffswerft angelegt. Am 18.5. 1790 gab es für die "Miniatur Fregatte" einen feierlichen Stapellauf und am 5.5. 1790 war ein großes Fest, das man sich wie "Seeräuberspiele" vorstellen muss.
Lukas


Die Moritzburger Teiche

Moritzburg ist eine Teichlandschaft die durch Regenwasser entstanden ist. An tiefen Stellen blieb das Wasser stehen. Daraus bildeten sich Sümpfe.
Seit 1500 wurden die Teiche zum Fischfang genutzt. Es wurden Fische gezüchtet - zum Beispiel: Karpfen, Hechte und Barsche. Das Schilf wurde als Tierfutter und zum Hausbau verwendet.Die Teiche wurden durch Kanäle verbunden. Das Wasser konnte durch den Teichstöpsel, der aus dem Teich gezogen wurde, abgelassen werden.


Hier sehen wir den Großteich, der gerade abgelassen wurde, damit der Damm erneuert werden kann. Die Teiche wurden verpachtet. Etwa 30 Teiche gab es früher. Heute gibt es noch 22 Teiche.
Sebastian


Der Schwanenteich

Der Schwan galt in der Antike als Pracht- oder Königsvogel. Er war die Zierde des Schlossteiches. 1730 hatte der Schwanengarten etwa 50 Tiere. 1732 wurde Schwanenteich angelegt. Er war ein Rest des alten "Mosebruchteiches". Dort erhielten die Tiere ihr neues Zuhause.
Bianca


Die Lößnitzgrundbahn

Im September 1884 nahm die Lößnitzgrundbahn als "Königlich Sächsische Staatseisenbahn" ihren Dienst auf. Sie war die vierte Schmalspurbahn in Sachsen.
Seit mehr als 120 Jahren fährt sie nun zwischen dem Bahnhof Radebeul Ost über Moritzburg nach Radeburg. Die Strecke ist 16,6 km lang und führt durch 11 Bahnhöfe beziehungsweise Haltepunkte.
Auf den Gleisen fahren 3 Dampflokomotiven und eine Diesellokomotive. Sie fahren höchstens mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Deshalb wird die Bahn von den Anwohnern liebevoll "Lößnitzdackel" genannt. Für die Kinder gibt es den Lößnitzdackel auch als Maskottchen. Bis zum Jahre 1992 verkehrten auch Güterzüge auf der Strecke. Heute kommen vor allem Touristen mit der Bahn nach Moritzburg. Neben vielen Veranstaltungen und Sonderfahrten sind die Fahrten mit den Traditionsbahnen, aus der Zeit der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn ein besonderer Höhepunkt.

Der Bahnhof Moritzburg befindet sich etwa auf der Hälfte der Strecke von Radebeul Ost nach Radeburg auf der Bahnlinie der Lößnitzgrundbahn. Ihn gibt es seit ca. 100 Jahren. Dort war der Fahrdienstleiter tätig. Er passte auf, dass die Züge in die richtige Richtung fuhren.
Bis 1992 verkehrten Güterzüge auf der Strecke, die unentbehrliche Transportmittel brachten.
Bis zum Jahre 2004 wohnte ein Eisenbahner im Bahnhof. 2004 wurde die BVO Bahn GmbH Betreiber der Lößnitzgrundbahn. Sie lies den Bahnhof sanieren und ausbauen.
Heute ist Moritzburg ein beliebter touristischer Ausflugsort. Viele Besucher kommen mit der Lößnitzgrundbahn hierher. Und der Bahnhof selbst lockt jedes Jahr mit seinen Festen und Veranstaltungen viele Neugierige.
Die Hortgruppe der Klasse 2