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03.03.2008 "Jugend debattiert"-Wettstreit (Nachtrag)
Auch in diesem Jahr fand, am 3. März, das alljährliche Schulverbundsfinale des Debattierwettstreites „Jugend debattiert“ statt. In den Wochen zuvor fand an den teilnehmenden Schulen, zu welchen das Gustav-Hertz-Gymnasium, das Geschwister-Scholl-Gymnasium und das Berufsschulzentrum Schkeuditz gehören, die Auswahl der Schulrepräsentanten statt. So pilgerten Schüler und Lehrer an jenem Dienstag in das BSZ Schkeuditz um jeweils die zwei besten Debattanten aus den zwei Altersgruppen zu küren.
Auch unsere Schule trug zum Gelingen dieser Veranstaltung größtenteils bei, denn neben den jeweils vier Schulrepräsentanten für die Sekundarstufe I und II, stellten wir auch qualifizierte und erfahrene Juroren und Zeitnehmer, sowie die exzellente Verpflegung zur Verfügung. So stand einem fairen und aufregenden Wettbewerb nichts im Wege.
„Doch es ist nicht Alles Gold, was glänzt“: und so mussten wir auch dieses Jahr wieder mehrere Entsetzlichkeiten über uns ergehen lassen. Es begann mit der mangelhaften Organisation seitens Ausrichter BSZ Schkeuditz, von einer fünffachen Belegung der Juroren bis hin zum Fehlen einiger Unterlagen, war alles vorhanden. Auch durften wir in den Vorrunden einen Konflikt zwischen einer Teilnehmerin und den Juroren der Debatte erleben, da diese in den Augen der Debattanitin ungerecht und parteiisch bewertet haben. Festzustellen war jedoch, dass die Juroren ihrer Aufgabe gerecht wurden und sie, wohlgemerkt eine Schülerin des BSZ, lediglich eine schlechte Verliererin war.
Aber nach den Vorrunden schien sich alles zu bessern, auch die Ergebnisse unsere Schüler waren für uns ein Hoffnungsschimmer. So errungen Paul Stolle und Robin Schäfer, sowie Rima-Maria Rahal und Sven Schmidt einen Platz in der Finaldebatte.
Beachtliche Leistungen wurden uns in der Debatte der SEK I, mit dem Thema: „Soll der Samstagsunterricht wieder eingeführt werden?“, gezeigt und mit ihren schlagkräftigen Argumenten erzielte Robin Schäfer den 4. und Paul Stolle den 3. Platz.
Eine Debatte der Superlative wurde uns von den Finalisten der Sekundarstufe II, zum Thema: „Sollen Online-Durchsuchungen von privaten Computern bundesweit erlaubt werden?“, geboten. Mit Argumenten der feinsten Art kam es zu heißen Wortgefechten und eine eindeutige Platzierung rückte in weiter Ferne. Doch mit Eleganz, Grazie und Bravur hob sich Rima-Maria Rahal, durch ihre extravagante Debattierart, von den restlichen Finalisten hervor und erreichte den 1. Platz. Dicht gefolgt von ihrer Kontrahentin der Vorjahressiegerin aus dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Anja-Bettina Dehn. Aber die Freude sollte nicht lange ruhen und verflog wieder in Windeseile als verkündet wurde, dass Sven Schmidt den 4. Platz bekam, da er Bezüge zum ns-Regime herstellte, welche lediglich als mahnende Beispiele gelten sollte. Ein Jahr zuvor brachte auch unser ehemaliger Schüler Kevin Grieser ein Beispiel aus der ns-Zeit an und wurde mit der ähnlichen dreisten Begründung, welche auch Sven Schmidts Platzierung rechtfertigen sollte, „Es drohte zu kippen…“ abgestraft. Nun stellt sich uns die Frage, ob diese historischen Geschehnisse auch im 21. Jahrhundert ein Tabu-Thema bleibe und verdrängt werden sollten.
So brachen wir mit gespaltenen Gefühlen auf, einerseits die Freude über die hervorragenden Leistungen unsere Schüler, andererseits das Entsetzen und die Enttäuschung über die Entscheidung einer unqualifizierten Jury.
-Asis Mousa und Anne Schaeme-
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