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Mach mit, bleib fit!

MACH MIT, BLEIB FIT!
 

Vom 4. bis 8. Mai fand an unserer Schule die Projektwoche "Mach mit! Bleib fit!" statt.

Am Montag folgte nach einer kurzen Einstimmung in den einzelnen Projektgruppen eine fröhliche Eröffnungsveranstaltung in der Turnhalle. Dankeschön an Herrn Baron, Sportlehrer des Gustav- Hertz- Gymnasiums – ihn konnten wir gewinnen, diese Veranstaltung zu moderieren. Bei der gemeinsamen Erwärmung, bei den Klassenwettkämpfen und auch beim Anfeuern hatten die Kinder viel Spaß.


Eröffnung

     
     
     
     



Gesunde Leckereien

IIm Verlauf der Woche hat jede Projektgruppe ein gesundes Frühstück zubereitet und natürlich auch verzehrt. Ein herzliches Dankeschön an Frau Johnke (Fachfrau für Kinderernährung, gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales) und Frau Lehmann (unsere Verkehrshelferin), die mit den Kindern leckere Rezepte ausprobierten. Klasse war die Tatsache, dass wir dabei die Lehrküche der Thomas- Müntzer- Schule nutzen durften.


 
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     



Rückenschule

Die Fachschüler der Heimerer- Schule unter Leitung von Frau Markwat (Ausbildungsrichtung Physiotherapie) gestalteten für jede Projektgruppe eine Doppelstunde zum Thema „Rückenschule“. Dabei begeisterten sie die Kinder mit Entspannungsübungen, Phantasiereisen, lustigen Tänzen und tollen Spielen. Auch hier ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten.


 
     
     
     
     
     
     



Besuch eines Sportvereins

Einen Tag der Woche nutzte jede Projektgruppe, um ihre gewählte Sportart näher kennen zu lernen. Dazu fuhren sie zu den entsprechenden Vereinen. Ob Rudern, Radsport, Hockey, Inlineskating, Tischtennis, Tanzsport, Gymnastik, Bogenschießen oder Reiten. Überall wurde uns mit ganz viel Engagement ein toller Vormittag gestaltet.  Sowohl Kinder als auch Lehrer waren ausnahmslos begeistert. Auch an dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön an alle, die uns hierbei unterstützt haben.


Bogenschießen

Am Dienstag den 5.5 .09 waren wir beim Bogenschießen (beim SG Mogono Leipzig). Es gab große Bogen, mittlere
und kleine Bogen. Es war schwer damit umzugehen. Aber trotzdem hatten alle Kinder viel Spaß. Wir haben uns alle sehr bemüht, die Scheibe zu treffen. Es war nicht leicht, sich auf die Scheibe zu konzentrieren. Am Ende gab es noch einen Schusswettbewerb. Wir waren sehr gute Bogenschützen.


 
     
     



Gymnastik

     
     



Hockey

Bei nasskaltem Wetter machten wir uns auf den Weg zum ATV (Allgemeiner- Turn- Verein) in die Prager Straße. Dort erwartete uns ein Trainer, der uns die wichtigsten Hockey-Regeln erklärte.
Nach einer Erwärmung versuchten wir den Ball mit dem Hockeyschläger durch eine Slalomstrecke zu führen. Welche Hand ist oben? Wie muss ich den Schläger festhalten? Wie schaffe ich es, nur die flache Seite vom Schläger zu benutzen?
Dann durften wir uns den Ball paarweise zuspielen und mit dem Schläger stoppen.
Zum Schluss spielten wir unser erstes Hockey-Match mit Unterstützung des Trainers und unseres Praktikanten Herrn Lindner. Gar nicht so einfach! Zuerst rannten natürlich alle Kinder zum Ball, statt sich auf dem Spielfeld zu verteilen. Aber nach ein paar Minuten hatten wir richtig Spaß daran.


 
     
     
     
     
     



Inliner

Am 6.5. machten sich 14 Kinder der 1. und 2. Klasse auf den Weg zur Skaterbahn in der Diderotstraße. Obwohl es regnete und ein kräftiger Wind blies, waren alle in froher Stimmung. Unter Anleitung eines Trainers des SC DHfK Leipzig drehten die Kinder so manche Runde auf der Bahn und lernten gleich noch einige Tricks. Da störten auch die Stürze und der nasse Hosenboden nicht.


 
     
     



Radsport

Der Ausflug zur Radrennbahn war für die Projektgruppe der Höhepunkt der Woche. Ausgerüstet mit Helm und guter Laune ging die Straßenbahnfahrt los.
Von Herrn Naumann und Herrn Schürhoff vom SC DHfK Leipzig e.V. wurden wir dort sehr freundlich empfangen. Nach einer kurzen Einweisung bekamen die Kinder passende Fahrräder und schon ging die Fahrt los. Waren die ersten Runden noch etwas unsicher, wurden alle zunehmend besser und schneller. Die Kinder drehten eine Runde nach der anderen und hörten bald auf, mitzuzählen. Nach einer kurzen Frühstückspause hieß es dann: „Wir machen einen Wettbewerb, eine Runde Zeitfahren“. Jeder war hoch motiviert und gab sein bestes. So gab es zum Schluss nur Sieger. Alle Kinder durften auf dem Siegerpodest stehen, es gab kleine Preise und viel Beifall.
Nach dem abschließenden Hindernisparcour mussten wir leider wieder zurück zur Schule.
Es war ein toller Ausflug mit viel Spaß und glücklicherweise keinem einzigen Sturz.


 
     
     
     



Reiten

     
     
     
     
     
 



Rudern

Während der Fahrt zum Ruderverein Triton schauten alle Kinder bang aus dem Fenster, die Regenwolken verzogen sich aber zum Glück schnell. Dem Wasserspaß stand nichts mehr entgegen. Die ehrenamtlichen Helfer des Vereins unterstützten uns Landratten sehr aufgeschlossen und engagiert. Am Ergometer merkten die Kinder schnell, dass das Rudern keine leichte Sache ist. Mit gestählten Bein- und Armmuskeln konnte es nun ins Wasser gehen. Die Schwimmwesten an, die Skulls in der Hand, ein Bein balancierte im Boot und – geschafft, alles im Lot auf dem Boot. Jedes Kind legte sich ins Zeug, um einen gemeinsamen Ruderrhythmus zu finden und wäre gerne noch stundenlang weiter auf der Elster geschippert. Es war ein toller Ausflug mit Nervenkitzel und glücklicherweise keinem Schiffbrüchigen...


 
     
     
     



Tanzsport

Erwartungsgemäß meldeten sich für den Tanzsport nur Mädchen an, die im Erproben neuer Schritte und Figuren kaum zu halten waren. Sie freuten sich besonders auf den Besuch des Tanzsportclubs Leipzig, um dort auf „den Brettern, die die Welt bedeuten“ etwas Neues zu lernen.
Empfangen wurden wir sehr herzlich vom Präsidenten des Clubs, Herrn Michael Böhme, der mit dem Tanzlehrer Ulrich Herrmann zwei wunderschöne Stunden ganz nach den Vorstellungen der Kinder vorbereitet hatte. So wurde erst ein flotter Pinocciotanz einstudiert und später auch noch ein paar Walzer- und Cha- Cha- Cha- Grundschritte geübt.
Die Kinder waren so begeistert, dass der Tanz in der Schule täglich mehrmals probiert wurde und dann zum Familiensportfest aufgeführt werden konnte.
Es war ein ganz besonderes Erlebnis für die Mädchen. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!


 
     
     



Tischtennis

     
     



Sportfest

Am Donnerstag stand ein großes Sportfest auf dem Programm. Mit einer Sonderbahn der LVB fuhren wir auf den Sportplatz Mühlwiese. Dort versuchten alle Kinder das Sportabzeichen abzulegen (Disziplinen 50 m- Lauf, Schlagballweitwurf, Weitsprung, 400/ 800m- Lauf). Jeder gab sein Bestes. Am Ende gab es für alle eine leckere Bratwurst vom Rost und ein Getränk. Hier ein großes Dankeschön an Herrn Schmid, Herrn Silz und Frau Lehmann.


 
     
     
     
   



Die Sieger der einzelnen Disziplinen

     
     
     
   



Theaterbesuch

Passend zum Thema nutzten wir am Freitag ein Angebot der AOK. Alle Kinder sahen das Theaterstück „Henrietta aus Fructonia“ in der Theaterfabrik.


Familiensportfest

Den krönenden Abschluss bildete am Freitag von 16 bis 19 Uhr ein Familiensportfest. Eröffnet wurde es mit einem Tanzprogramm der Heimerer- Schule. Anschließend durfte jedes Kind mit einem Familienmitglied 15 lustige Stationen durchlaufen (Dreibeinlauf, paarweises Seilspringen, Hindernislauf, Korkentennis, Büchsenwerfen u.v.m.). Jeder kämpfte mit Enthusiasmus und hatte trotz Anstrengung viel Spaß.
Zwischendurch konnten sich alle Beteiligten an einem reichhaltigen Büfett stärken. Gesponsert wurde dies von unserem zukünftigen Essenanbieter „GfB Catering“ und lieben Eltern der Schule. Auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön. Nach reichlich 2 Stunden gab es eine Preisverlosung unter all den Familien, die sämtliche Stationen durchlaufen hatten. Zu gewinnen gab es neben Bällen, Tischtennisspielen und Federballspielen auch Familien-Tageskarten für den Zoo und die Sachsentherme.


 
     
     
     
     
     
     
     
     



Artikel in der LVZ vom 9. Mai 09

Jenseits des üblichen Schulsports

Theodor-Körner-Grundschüler veranstalten umfangreiche Bewegungs-Woche


Bogenschießen, Reiten, Hockey, Rudern, Tanzen oder Radrennen stehen eher selten auf dem Stundenplan einer Grundschule. Für die Schüler der Theodor-Körner-Grundschule aus Paunsdorf wurde in diese Woche eine Ausnahme gemacht. Mit dem außergewöhnlichen Projekt „Mach mit, bleib fit“ wollten Lehrer den Nachwuchs an Sportarten heranführen, die dieser oft nur aus dem Fernsehen kennt.
„Wir wollten die Projektwoche ein wenig größer aufziehen, haben versucht, Partner in der Stadt zu finden, raus aus der Schule zu kommen und zu entdecken, was Leipzig sportlich zu bieten hat“, erklärt Andrea Hanke, Lehrerin und Organisatorin. Und sie ist fündig geworden. Viele Sportstätten wie RV Triton, Sektion Olympia, der Tanzsportclub Leipzig, SC DHFK oder der Reiterhof Panitzsch erklärten sich schnell bereit, den Steppkes etwas beizubringen. Als direkte Partner sind die Sportjugend Leipzig und der Stadtsportbund eingestiegen, für Wettkampfpreise konnte die LVZ als Sponsor gewonnen werden.
„In erster Linie geht es darum, Kinder generell für Sport zu begeistern. Wir merken, dass Bewegungsdefizite bestehen, einige der Kleinen nicht balancieren können, Koordinationsprobleme und wenig Kondition haben. Sportarten wie Rudern, Reiten oder auch Bogenschießen haben mit Körpergefühl zu tun. Das ist eine sehr schöne und wichtige Erfahrung, die oft versagt bleibt“, meint auch Katrin Opelt, ebenfalls Lehrerin und Organisatorin. Großer Andrang herrschte im Fitness-Kurs von Pamela Wittfoth (29), ehemalige Leistungsruderin und Übungsleiterin der HTWK. Eine Stunde lang wurden der Puls hochgejagt, Körperbeherrschung und Koordination trainiert, auch wenn den Kleinen dabei am besten die Musik gefiel. „Ich finde es gut, dass sich Lehrer engagieren, Kindern auch mal jenseits von Ballspielen und Leichtathletik etwas zu vermitteln. Gerade in weniger gut situierten Familien fällt Sport als Freizeitangebot manchmal hinten über und damit oft auch ein gesünderer Lebenswandel.
Generell nimmt die Grundsportlichkeit ab. Dabei ist Sport so wichtig. Nicht nur für Gesundheit und Ausgeglichenheit, auch für Lebensfreude und um soziale Netzwerke zu knüpfen“, so die 29-Jährige. Um den Aspekt Gesundheit und Wohlbefinden greifbarer zu machen, hatte die Schule angehende Physiotherapeuten und Ernährungsberater eingeladen, die fragten: Wie sitze ich richtig, und wie sieht mein Pausenbrot aus? Der Blick in die Brotbüchse verhieß oft nichts Gutes, eher Süßes. Gemeinsam wurde ein Frühstück vorbereitet, praktisch erarbeitet, was gesunde Ernährung ist.
Der Abschluss der aktionsgeladenen Woche wurde mit einem großen Familien-Sportfest gefeiert, auf dem die Kinder zeigen konnten, was sie gelernt und vielleicht für sich entdeckt haben.
Annika Ross