Goethe Gymnasium Auerbach
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 Mai 

16.05. Radwandertag der 05_1

Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die Mädchen und Jungen der Klasse 5/1 den Radweg Falkenstein nach Oelsnitz unter die Reifen. Mehrere Eltern und auch ein Opa unterstützten den Klassenlehrer Herrn R. Lange bei der Vorbereitung und Durchführung dieses anspruchsvollen zweiten Wandertages. Im Vorfeld wurden die Fahrräder zu Hause in Ordnung gebracht und besorgten mehrere Eltern und Großeltern in Fahrgemeinschaften den Antransport der Drahesel zum Falkensteiner Bahnhof, dem Ausgangspunkt der Tour. Je nach Leistungsfähigkeit und auch Willen konnten die Kinder wählen zwischen einer Tour über 25 oder 40 km.
Der Klassenlehrer belehrte die 11 Jährigen so, dass Unfälle vermieden werden konnten. Alle fuhren in einer ständig festgelegten Reihenfolge hintereinander, es wurde nicht überholt. An Gefahrenpunkten, wie querende Straßen sperrten die mitfahrenden Eltern ab und einzeln oder in kleinen Gruppen wurden diese Stellen bewältigt.
Eine grünende und blühende Natur bot sich der Gruppe auf dem Bahndamm der alten Strecke Herlasgrün - Oelsnitz. Beim Bewältigen der Lücke auf dem Bahndamm und dem Umfahren über Bergen bestanden Alle die erste Bewährungsprobe am langen Berg mit Bravour. Bei Lottengrün, am Unterstand "Droßdorfer Forst" blieben die Kinder, aus Variante 1 mit Eltern zurück und bereiteten einen Imbiss für Alle vor. Ein großer Obstsalat wurde geschnipselt. Eine Mutti hatte extra lecker Brötchen gebacken. In der Zwischenzeit fuhren etwa die Hälfte der Klasse mit Lehrer und Eltern noch bis Oelsnitz bis zur Gaststätte "Haltestelle" und wieder zurück. So wurden auch die "Unterforderten" ausgelastet und brachten nach einer Dreiviertelstunde einen gründlichen Appetit mit. Am Imbiss wurde neben dem Essen gefachsimpelt über die Qualität der Räder, die Genauigkeit der Streckenlänge, aber auch über die Lösung der Beobachtungsaufgaben, die der Klassenlehrer gestellt hatte. Unter  Anderem:

1. Wann wurde denn die Bahnstrecke gebaut und wann erstmals befahren?

2. Wie wurde denn damals die erste Lokomotive genannt?

3. Wie viel Schnaps und Bier tranken denn die Arbeiter beim Bau der Bahnlinie ;) ?

4. Wann wurde begonnen die Bahnlinie abzubauen, wann fuhr eine letzte Bahn?

An der Anschauungstafel konnten die Fragen beantwortet werden. Lustig fanden die Kinder die Antwort auf die erste Lokomotive: Nilpferd. Die spaßig gemeinte Frage zu Schnaps und Bier durchschauten sie, so hielten doch die vielen Arbeiter damals damit die Gastwirtschaften am Leben.

Nach einer ausgiebigen Rast wurde nun der Rückweg für Alle angetreten. Auch wenn die Strecke relativ eben erscheint, gilt es doch Richtung Falkenstein wieder ein paar Meter Höhe zu überwinden. 5 km vor dem Ziel entstand das Gruppenbild. Jeder der Klasse bestand die Fahrstrecke. Viele erreichten zwar müde oder erschöpft das Ziel. Trotzdem erschallte einhellig der Ruf: "Machen wir das mal wieder?"

23.05. Gegrafieexkursion der Klassenstufe 10

Im Rahmen einer geografischen Exkursion begab sich der 10. Jahrgang des Goethe-Gymnasiums Auerbach mit zwei Bussen Richtung Leipzig. Ziel war der Besuch des Braunkohletagebaus Schleenhain, des Kraftwerkes Lippendorf sowie der ehemaligen Heuersdorfer Emmauskirche, die seit 2008 in Borna steht. Die Gymnasiasten waren für die einzelnen Tagespunkte gut vorbereitet und konnten ihr bis dahin erarbeitetes Wissen mit gezielten Fragen und anhand der umfangreichen und detaillierten Erläuterungen ehemaliger Mitarbeiter des Braunkohletagebaus bzw. Kraftwerkes ergänzen und erweitern. Außerdem konnten im Braunkohletagebau die theoretischen Kenntnisse zu Erosionsformen durch Wasser und Wind lehrbuchmäßig betrachtet werden. Der Blick vom Dach der Kraftwerkskesselumhüllung bot bei sonnigem Wetter einen grandiosen Ausblick auf die revitalisierten ehemaligen und aktiven Flächen der Braunkohleindustrie. Auch die Kirche aus Heuersdorf steht symbolisch für die Lösung des sozialen Konflikts der mit dem Braunkohletagebau einhergeht. Schließlich wurde einige Dörfer durch den Bergbau ausgelöscht und den Einheimischen ihre Heimat geraubt. Daran wird der aufwändige Transport der Emmauskirche von Heuersdorf nach Borna nichts ändern, aber immer ein Denkmal zur Erinnerung darstellen.

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