Reintegration

Unsere Schule ist eine Durchgangsschule, deren Hauptziel die Rückführung der Schüler in den Regelschulbereich ist.
Nach Aufnahme in die Schule für Erziehungshilfe besucht ein Schüler durchschnittlich ca. zwei Jahre die Schule, bis er in seiner Entwicklung soweit sein kann, dass eine Rückschulung an eine Regelschule erfolgsversprechend ist.
An potentielle Rückschüler werden spezielle Verhaltensanforderungen gestellt. Diese Schüler müssen:
-    ein deutliches Maß an Selbstkontrolle und Selbststeuerung
     besitzen,   
-    Eigenmotivation zum Schulwechsel besitzen,
-    mit einem deutlich reduzierten Maß an Außensteuerung 
     auskommen,
-    Fähigkeiten zur Konfliktregelung (eigene Anteile zugeben,
     Lösungen finden, Absprachen treffen und einhalten können)
     vorweisen können,
-    soziale (Verhaltens-) Sicherheit in einer Gruppe vorweisen
     können,
-    steigende Arbeitsanforderungen ohne Frustration bewältigen 
     können. 
 
Die Orientierung an den Lehrplänen von Grund- und Oberschulen stellt die fachliche Basis dar, um einen möglichst reibungslosen Einstieg in eine Regelschule gewährleisten zu können.
Das eigene Bestreben des Kindes, diesen langandauernden Prozess der schulischen und persönlichen Erziehung positiv zu unterstützen, ist aber die eigentliche Voraussetzung, einen Rückschulungsversuch vorzubereiten. Gekennzeichnet durch aktive Mitarbeit am Unterrichtsgeschehen, sowie verschiedener freiwilliger Lernaufgaben und dem Abbau von unterstützenden Struktur- und Orientierungshilfen, durchläuft der Schüler in seiner Klasse eine regelschulähnliche Unterrichtssituation an der Schule für Erziehungshilfe.

Neben der erfolgreichen schulischen Erziehungsarbeit und Lehrstoffvermittlung muss ebenso eine zusätzliche Hilfe aus der Familie bzw. eine Jugendhilfemaßnahme dem Schüler zur Unterstützung zur Verfügung stehen, wenn der Rückschulungsversuch von unserer Schule  an eine Regelschule starten soll.

Die Schule für Erziehungshilfe sucht gemeinsam mit der Sächsischen Bildungsagentur Dresden für einen potentiellen Rückschüler eine entsprechende Regelschule. Wunsch der Eltern, Wohnortsnähe, Schülerzahl der neuen Klasse und Mitarbeitsbereitschaft des neuen Klassenlehrers sind ausschlaggebend bei der Auswahl der Schule.  Bei erheblichen Lern- Leistungsrückständen wird individuell auch über eine freiwillige Wiederholung des betreffenden Schuljahres nachgedacht, wenn dadurch eine erfolgreiche Rückschulung möglich erscheint.
Im Schuljahr 2009/10 konnten 16 Schüler erfolgreich an Regelschulen, dass heißt jeder 5. Schüler,  reintegriert werden.
Im Schuljahr 2010/11 sowie 2011/12 wurden jeweils 18 Schüler an die Grund- und Mittelschulen zurückgeführt, dass entspricht ca. 22% der Schülerschaft an der Schule. 
Schuljahr 2012/13: 21 Schüler
Schuljahr 2013/14: 15 Schüler
Schuljahr 2014/15: 18 Schüler
Schuljahr 2015/16:   6 Schüler
Schuljahr 2016/17: 12 Schüler
 
 
 

 
 
 
 
 

 

Förderschule für Erziehungshilfe Priestewitz