Förderplanarbeit

Um für die Kinder einen optimalen Förderplan erstellen zu können, müssen als erstes die Ursachen für die Verhaltensbeeinträchtigungen erforscht werden, um im Anschluss an den eskalierenden Ausgangssituationen arbeiten zu können.
Die Förderdiagnostik dient der Ableitung pädagogischer Maßnahmen. Die Kontrolle erfolgt in regelmäßigen Abständen und soll allen Beteiligten ein detailliertes Bild über die Entwicklung in der Berichtsperiode ermöglichen. Der Förderbedarf des Schülers kann jederzeit verändert werden. Die Schüler müssen befähigt werden, die eigene Behinderung zu erkennen, Kompensationsmöglichkeiten zu finden und diese umzusetzen. Wichtig ist jedoch auch die Offenheit der Eltern (Informationserhebung über den Freizeitbereich, soziales Umfeld) sowie der Einblick in psychologische Gutachten, da der Pädagoge viele Informationen bei seinen Untersuchungen nicht ermitteln kann, die aber für eine richtige Diagnose unerlässlich sind.
Die Teamarbeit verhindert einseitige Beobachtungsergebnisse und somit Fehlbeurteilungen. Nur gemeinsames und offenes Vorgehen ist erfolgversprechend. Die Zusammenarbeit ist geprägt von Kontinuität, Rückkopplung und Gemeinsamkeit. In regelmäßigen Teamgesprächen wird über anstehende Probleme und Fragen diskutiert, die Arbeit aufeinander abgestimmt bzw. gemeinsam vorbereitet. Die Weitergabe gewonnener Erfahrungen und der Austausch von Informationen sind dabei selbstverständlich. Der Förderbedarf sowie daraus resultierende Maßnahmen werden gemeinsam besprochen und koordiniert.
Das bedeutet, dass sowohl die Wissensvermittlung als auch die sozialpädagogische Arbeit sich in ständigen wechselnden Angeboten darstellen. Dabei wird unterschieden, dass nicht alle Angebotsinhalte für alle Kinder und in gleichem Maße angeboten werden. Das schließt auch ein, dass im Lernen beeinträchtigte Kinder aufgefangen werden, wenn sie z.B. ihre Leistungs- und Belastungsgrenze erreicht haben. Dabei wird ständig flexibel auf den wechselnden Bedarf reagiert. Dies beinhaltet zum einen die Anpassung und Ausgestaltung der einzelnen Hilfeformen entsprechend der Gegebenheiten und zum anderen die Entwicklung neuer Hilfsangebote.
 
Begleitend sollte zur pädagogischen Förderung nach Möglichkeit eine entsprechende Therapie am Nachmittag erfolgen, um den Entwicklungsfortschritt bestmöglichst zu unterstützen.
Den Kindern muss ständig die Möglichkeit gegeben werden, die neu erworbenen Verhaltensweisen in unterschiedlichen Situationen auszuprobieren z. B. durch Exkursionen, Wanderungen, Schulfeste, Projekttage, Landheimfahrten.
 

 
 
 
 
 

 

Förderschule für Erziehungshilfe Priestewitz