Schulprogramm

Liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdiene, denn dann brauche ich dich am meisten!
 

Als Schule für Erziehungshilfe wollen wir ein offenes Erziehungsfeld aufbaue

  1. Geborgenheit gewähren  - Als Lehrer wollen wir unsere Schüler uneingeschränkt mit all ihren Schwächen, Sorgen und Problemen annehmen.
  2. Gefühle verdeutlichen – Jeder Schüler verdient es von uns ernst genommen und verstanden zu werden.
  3. Bestärken und Ermutigen – Unseren Schülern mangelt es an Selbstachtung und Selbstvertrauen. Wir als Lehrer und Pädagogische Unterrichtshilfen bestärken und ermutigen, wenn wir den Schüler spüren lassen, wie wertvoll und bedeutsam es für ihn ist, ihn anzuerkennen und mit ihm zu arbeiten.
  4. Halten und Aushalten – Unsere Schüler scheren leicht in extremes Verhalten aus – geraten außer sich oder ziehen sich in sich selbst zurück. Wir halten dieses Verhalten aus, können dem Kind beistehen, es berühren, umfassen, festzuhalten.
  5. Regeln und Ordnung geben – Die Schüler brauchen Ordnung, da ihre Stabilität von der Überschaubarkeit und Zuverlässigkeit der im System geltenden Regeln abhängt. Rhythmisierung des Alltages und Regeln stellen für sie einen Schutz dar. Jeder Lehrer legt sein Regel- und Ordnungssystem offen, gibt Hilfen zum Einhalten von Grenzen und macht seinen Schülern die Regeln und Grenzen einsichtig. Das Überschreiten von Regeln hat logische und natürliche Folgen.
  6. Als Schule wollen wir gemeinsam – die Wahrnehmung der Schüler für ihr eigenes sowie fremdes Empfinden stärken, ihre Selbststeuerungskräfte aktivieren und dadurch die Motivation für dauerhafte Veränderungen initiieren sowie die Steuerungsfähigkeit ihres Verhaltens langfristig stabilisieren.

Unsere Schüler lernen nicht nur für die Schule, sondern auch für das Leben!

Als Schule machen wir es uns zur Aufgabe, unsere Schüler über vielfältige Themen und Gefahren des alltäglichen, außerschulischen Lebens aufzuklären und darauf vorzubereiten.

Themen sind beispielsweise Verkehrserziehung, Drogen, Umgang mit Fremden, Gewalt, Vermeidung von Unfällen und regelgerechtes Verhalten.

Dazu werden regelmäßig (bei aktuellen Anlässen so zeitnah wie möglich) Belehrungen und/ oder Schulungen / Informationsveranstaltungen von geeigneten Organisationen und Behörden (z.B. Polizei) durchgeführt.

Körperliche Bewegung ist in unserer Schule Teil des Unterrichts- und Lernprozesses!

Bewegung fördert die Aufmerksamkeit und ermöglicht es den Schülern, mit allen Sinnen zu lernen. Darum bietet der Unterricht Bewegungselemente im Zuge jeglicher Stoffvermittlung genauso wie unsere Pausen.

Die Gesundheit und ausgewogene Ernährung unserer Schüler ist uns besonders wichtig!

Um die Gesundheit unserer Schüler zu unterstützen,  schauen wir als Lehrer und PFK darauf, was unsere Schüler essen und halten sie zum Konsum ausgewogener Mahlzeiten an.

Die Lehrküche im Keller soll in diesem Schuljahr gemeinsam mit den Kindern optimal genutzt werden. Mittwochs findet unser Obsttag statt.

Um die ausreichende Flüssigkeitsversorgung unserer Schüler sicherzustellen, steht ein Trinkbrunnen zur Verfügung. Außerdem können die Schüler Milch käuflich erwerben.

Wir sind uns einig, dass Pausen nicht nur unterrichtsfreie Zeit sind, sondern Platz für sinnvolle Beschäftigung bieten sollen.

Während der Pausen stehen den Schülern die schuleigenen Spielsachen, Sportgeräte und Bücher zur Verfügung.

Die Lehrer und PFK bieten und betreuen gezielt Angebote.

Als Schule machen wir es uns zur Aufgabe, unsere Schüler gezielt anhand ihrer eigenen Stärken und Schwächen zu fördern.

Zusätzlich zur Arbeit mit dem individuellen Förderplan jedes Schülers bietet unsere Schule auch spezielle Förderangebote, in den Bereichen Sprachförderung, Motorik, Konzentration, Wahrnehmung, Regelverhalten und Entspannung. Jeder Klassenlehrer erhält mindestens eine  Förderstunde, um gemeinsam mit den Schülern über anstehende Belange zu sprechen. Montags werden gemeinsam mit den Schülern Festlegungen entsprechend des Förderbedarfs für die Woche besprochen, freitags erfolgt die Auswertung. Mittwochs werden klassenübergreifend in den Klassen 1-7 verschiedene differenzierte Förderangebote durchgeführt.

Die PFK an unserer Schule sind wesentlicher Bestandteil der täglichen schulischen Arbeit und tragen zu deren Gelingen bei.

Die Pädagogischen Fachkraft unterstützen den Lehrer während des Unterrichts, fördern gezielt einzelne Schüler und kleine Gruppen, übernehmen und gestalten Aufsichten und führen eigenverantwortlich Förderangebote durch.

Sie sind mitverantwortlich bei der Gestaltung des Schulhauses und mit logistischen Aufgaben des Schulalltages betraut.

Die schulische Berufsorientierung soll den Schülern die nötigen Kompetenzen und Kriterien für die eigene Berufs- und Lebenswegplanung vermitteln.

Ziel der Berufsorientierung ist, Einblicke in das Arbeitsleben zu vermitteln, ihnen Orientierungshilfen für die eigene Berufswahl zu geben und sie im Rahmen von Schule auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.

Die Schüler erkunden zunächst Arbeitsplätze ihrer Eltern (5. und 6. Schuljahr), beschäftigen sich dann mit ihren Berufswünschen (”Traumberufe” im 7. Schuljahr), führen Betriebserkundungen durch (7. Schuljahr) und messen schließlich ihre Traumvorstellungen an der Realität des Arbeitsmarktes (Praktika im 7. Schuljahr 2x eine Woche). Dabei lernen sie verschiedene Berufsbilder kennen. Besuche beim Arbeitsamt oder des Berufsberaters/ der Berufsberaterin in der Schule erweitern das Spektrum, der ihnen schon bekannten  Ausbildungsberufe. Im schulischen Umfeld werden relevante Aspekte flankierend in den Bereichen WTH und Deutsch thematisiert. Unterstützend wird im Unterricht ab Klasse 7 der Berufswahlordner genutzt, der den Schüler nach der Schule als Orientierung und Unterstützung dienen soll, um sich im Leben besser zurechtzufinden.  Außerschulische Partner sollen insbesondere bei der Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen sowie Betriebsbesichtigungen einbezogen werden. Die intensive Zusammenarbeit mit der Berufseinstiegsbegleiterin Frau Christoph unterstützt diese Vorhaben.

Durch die Kooperation mit der Deutschen Angestellten Akademie Oschatz haben die Schüler die Möglichkeit erhalten, langfristig sich mit der Berufswelt vertraut zu machen.

  1. Klasse 5/6/7
     - undifferenzierte Berufsphantasie, Berufsbilder, Tätigkeitsvorstellung, Berufsbiographien
  2.  Klasse 7
    - Berufsfindungsphase, Herausbildung eines beruflichen Selbstkonzeptes, Erlangung der  Berufswahlreife

Jeder Schüler lernt ein Leben lang.

Für das lebenslange Lernen legen wir den Grundstein in der Schule. Die Schüler entwickeln Lernkompetenzen durch den Erwerb von Techniken, die durch das gezielte Anwenden und Nutzen für jeden Schüler später als abrufbare Lernstrategie zur Verfügung stehen sollen. Zu Beginn jedes Schuljahres beginnen wir die erste Woche unter dem Motto: „Fit ins neue Schuljahr:“

Lebensvorbereitender Unterricht bedeutet Lerninhalte zu vernetzen.

An altersgerechten Themen lernen die Schüler unserer Schule zwei Mal im Jahr für eine Woche im Klassenverband bzw. klassenübergreifend  zu einem Thema. Dabei stehen die Wertschätzung der entwickelten Lernergebnisse und das gemeinsame Lernen der Gruppe im Mittelpunkt.

Unterrichtsmethoden können den individuellen Bedürfnissen unserer Schüler gerecht werden.

Unsere Unterrichtsmethoden sind gemäß dem  Förderbedarf von Struktur, motivierenden Elementen und handlungsgebundenem Lernen geprägt. Um die Konzentrationsleistungen der Schüler aufrechtzuerhalten und zu stärken, ist es notwendig, die Unterrichtsstunde durch den Wechsel der  Methoden zu strukturieren.

Jedes Kind lernt anders.

Um den Förderbedarf der Schüler gerecht zu werden, sind differenzierte Aufgabenstellungen und Lernwege im Unterricht unabdingbar. Zusätzlich werden verschiedene Förderangebote in speziellen Fördergruppen in den Bereichen Motorik, Sprache und Wahrnehmung angeboten.

Bewertung dient der Selbsteinschätzung und Motivation.

Gemäß den Anforderungen der Regelschulen erfolgt die Bewertung lehrplangerecht. Um den Schüler, die oft von schulischem Misserfolg geprägt sind, wieder fürs Lernen zu motivieren, versuchen wir stets die individuellen Lernfortschritte den Schülern zu verdeutlichen.

Als Durchgangsschule ist es notwendig, zu allen Schularten Kontakte zu pflegen.

Wir betreuen und beraten Schüler, Lehrer und Eltern anderer Schulen und erhalten gleichzeitig Impulse und Feedback für die Arbeit an unserer Schule.

Eine umfassende Diagnostik bildet die Grundlage des gesamten pädagogischen Handelns.

Jeder Schüler besitzt Stärken, die es zu erkennen gilt. Sie sind die notwendigen Voraussetzungen für die weiteren pädagogischen und therapeutischen Interventionen, eine positive Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit zu erreichen und unerwünschte Verhaltensweisen  abzubauen.

Folgende Formen der Diagnostik kommen in der Schule für Erziehungshilfe Priestewitz zur Anwendung:

Die prozessbegleitende Diagnostik für die Schüler, die an unserer Schule lernen. Sie ist eine der grundlegenden Tätigkeiten unserer pädagogischen Arbeit und wird regelmäßig evaluiert.

Die Förderdiagnostik für Schüler, bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich ‚emotionale – soziale Entwicklung’ an einer Regelschule vermutet wird.

Dies erfolgt zunächst in Form einer Beratung und/ oder Kurzdiagnostik. Deren Ziel ist es, der Regelschule weitere Möglichkeiten der pädagogischen Förderung aufzuzeigen. 

Wird vermutet, dass eine weitere erfolgreiche Beschulung nicht ohne zusätzliche Hilfen möglich ist, erfolgt die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs im Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung.

Diese Feststellung kann in folgenden Formen erfolgen:

Die durchgeführte Diagnostik erfolgt unter Einbeziehung möglichst aller Beteiligten (Personen-Umfeld-Diagnose) und basiert auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Richtlinien des Landes Sachsen und kann zu folgenden Ergebnissen führen:

1. Es besteht kein sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung.

2. Es besteht Förderbedarf in einem anderen Förderschwerpunkt.

3. Es besteht sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich ‚emotionale - soziale Entwicklung’. Auf Grund der Ergebnisse wird als geeigneter Lernort  eine  Schule für Erziehungshilfe empfohlen. Der Schüler wechselt an unsere Schule.

4. Es besteht sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt ‚emotionale - soziale Entwicklung’. Auf Grund der Ergebnisse wird als geeigneter Lernort  eine allgemeinbildende Schule empfohlen. Der Schüler lernt an einer Regelschule und wird hier durch zusätzliche Integrationsstunden individuell gefördert.

Die Schule für Erziehungshilfe ist eine Durchgangsschule.

Ist bei einem Schüler eine positive Persönlichkeitsentwicklung festzustellen und ist er in der Lage, erworbenen Handlungsstrategien im Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten grundlegend auf sein Handeln zu übertragen, wird er wieder an einer Regelschule reintegriert.

Besteht weiterhin sonderpädagogische Förderbedarf, erfolgt eine Förderung durch integrative Maßnahmen.

Die Schule für Erziehungshilfe Priestewitz koordiniert und evaluiert die integrative Beschulung im Landkreis Meißen.

Den gesetzlichen Rahmen hierfür bilden das Sächsische Schulgesetz, die Schulintegrationsverordnung und dieVerordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über Förderschulen im Freistaat Sachsen.

Die Schule für Erziehungshilfe Priestewitz unterstützt die allgemeinbildenden Schulen bei der Planung und Durchführung sowie der Evaluation der integrativen Unterrichtung von Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf im Förderschwerpunkt ‚emotionale – soziale Entwicklung’ vor Ort.

Wie im sonderpädagogischen Gutachten festgeschrieben, können Förderstunden durch Lehrkräfte der Regelschule und/ oder durch Lehrkräfte der Schule für Erziehungshilfe Priestewitz erteilt werden.

Notwendig ist weiterhin das Vorliegen bzw. das Ermöglichen der personellen, sächlichen, räumlichen und technischen Voraussetzungen. In diesem Schuljahr verfügen wir über 46 Integrationsstunden für 210 Schüler

Förderpläne bilden die Handlungsgrundlage der individuellen,  ressourcenorientierten Förderung.

Förderpläne werden mit allen am Bildungsprozess Beteiligten abgestimmt, d.h. Klassen- und Fachlehrer, Schulleiter/in, Eltern und Schüler unter aktiver Einbeziehung außerschulischer Hilfen (Jugendamt, Psychologen, Therapeuten etc.).

Festgelegt werden die Schwerpunkte der (sonder)pädagogischen Arbeit, deren zeitliche Dauer, die Zuständigkeiten sowie die außerschulischen Möglichkeiten, die den Erziehungs- und Bildungsprozess zu unterstützen. In regelmäßigen Abständen werden die Festlegungen  evaluiert und entsprechend angepasst.

 Die individuelle Förderung bezieht sich auf folgende Entwicklungsbereiche (entsprechend des Förderbedarfs jedes einzelnen Schülers):

 Der Förderplan ist das Arbeitsinstrument der Lehrkräfte. Er sollte daher realistisch, überschaubar und in der Praxis realisierbar und flexibel sein.

Die Beratungsstelle ist eine Schnittstelle der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Der Aufbau einer Beratungsstelle stellt ein mittelfristiges Ziel der schulischen Entwicklung dar.
Die Beratungsstelle soll Ansprechpartner für Eltern, Lehrerkräfte, Erzieherinnen, betroffene Kinder und Jugendliche u.a. sein und:

Fort- und Weiterbildungen sind ein wesentlicher Bestandteil zur weiteren Professionalisierung im Umgang mit auffälligen Verhaltensweisen.

Fortbildungen werden auf Wunsch der Kindergärten und Regelschulen angeboten. Sie richten sich nach den Bedürfnissen der dort arbeitenden bzw. unterrichtenden Lehrkräfte.

Die Fortbildungen umfassen folgende thematische Bereiche:

Die Schule für Erziehungshilfe öffnet ihre Tore,  denn sie ist ein Haus des Lebens, Lehrens und Lernens!

Als Schule machen wir uns zur Aufgabe, an der gesellschaftlichen Entwicklung teilzuhaben und sind offen für:

Als Schule für Erziehungshilfe arbeiten wir mit anderen Institutionen zusammen, um unseren Schülern erfolgreiches Lernen mit Spaß und Freude zu ermöglichen:

Informationen an die Öffentlichkeit sind Bestandteile der schulischen Arbeit:

Nur gemeinsam mit den Eltern und Erziehern können wir unsere Schüler optimal fördern und erziehen!

Ohne die stetige und intensive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule ist eine Förderung unserer Schüler kaum möglich. Aus diesem Grunde gehört zu unserer pädagogischen Arbeit:

Nur gemeinsam sind wir stark und können die Früchte unserer gemeinsamen Arbeit ernten!

Die gleichen Regeln und Normen müssen für unsere Schüler sowohl am Vormittag in der Schule als auch am Nachmittag im Hort gelten.

Gemeinsame Projekte, Hilfe und Unterstützung im schulischen und außerschulischen Bereich fördert eine intensive und gute Zusammenarbeit im Sinne unserer Kinder.

Das stetige Fort- und Weiterbilden ist für unsere pädagogische Arbeit Grundvoraussetzung!

Ein Tag, an den man sich gern erinnert!

Gemeinsam mit allen Kollegen, PFK, Schulanfängern und Eltern wird feierlich der Vormittag gestaltet.

Unsere Schule zeigt ihr Profil!

Um all unsere Lehrer kennenzulernen und auch mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ist dieser Tag ein willkommener Anlass. Es ist ein Tag, der auch offen sein kann für Angebote/Aktionen der Eltern oder interessanten Personen von außerhalb. Ein Schülercafe bietet selbstgebackenen Kuchen gegen ein geringes Entgelt. Unsere Schüler zeigen ein kleines Programm, auf das sie sich immer ganz besonders freuen.

Durch die Jahreshöhepunkte werden die Traditionen in unserer Schule gepflegt!

Bastelarbeiten in Verbindung mit der Schulhausgestaltung sowie Sport und Spiel haben für die Kinder immer eine große Bedeutung, die wir pflegen. Nicht nur die Bepflanzung von Blumenkästen im Frühjahr, das Sammeln von Herbstmaterialien, ein Crosslauf oder Weihnachtsbasteleien gehören dazu. Wir lernen unsere Umgebung kennen, besichtigen Betriebe und kulturelle Einrichtungen.