Wie geht es weiter mit der Burgteichschule?

Zu diesem Thema erschien am 24.10.2014 ein interessanter Artikel in der Sächsischen Zeitung:


Bild SZ

Auf Zittaus größter Baustelle läuft die Entkernung. In drei Jahren lernen dort Schüler mit Tablets und an digitalen Tafeln.

 VON THOMAS MIELKE

 Der Kontrast ist stark: Auf der einen Seite im Schliebenschul-Komplex steht die wunderschön sanierte helle Busch-Grundschule. Kinder lachen und toben. Auf der anderen Seite rufen leere Fensterhöhlen und verblichene Fassaden am zweiten Schulgebäude Endzeitstimmung hervor.

Doch das wird nicht so bleiben. Seit dem Stsommer laufen die Vorbereitungen für die Sanierung des früheren Gymnasiums beziehungsweise der einstigen POS.

"Im August wurde mit den Arbeiten am zweiten Bauabschnitt des Richard-von-Schlieben-Schulzentrums begonnen". teilte Zittaus Bauamtsleiter Ralph hne auf SZ-Anfrage' mit. Zuerst ist das Mauerwerk trocken gelegt worden. Derzeit werden unter anderem die technischen Anlagen demontiert. Fußböden herausgerissen. der alte Putz entfernt. Zudem wird - wie bereits an der Buschschule - ein Graben gebuddelt, damit später genügend Licht durch die Fenster ins Untergeschoss dringen kann. Dann zieht die Winterruhe auf Zittaus größter städtischer Baustelle ein. 

Sobald es nach dem Winter rmer wird. geht es richtig los. Arbeiten wie der Rohbau. die Installation der Heizung. der Lüftung. der Sanitäranlagen und der neuen Außenfenster werden gerade ausgeschrieben. "Diese Leistungen sollen nach Vergabe Anfang 2015 beginnen". so Höhne.

Bis 2017 läuft die neun Millionen Euro teure Sanierung. Dann wird die altehrwürdige, aber in die Jahre gekommene Schule eine Oberschule sein. die von außen genauso hell wie ihr Schwestergebäude strahlen und innen modernen Anforderungen gerecht wird. So können dort zum Beispiel behinderte und nicht-behinderte Schüler gemeinsam lernen. "Die Schule wird barrierefrei sein und mit moderner Schalldämmung in allen Räumen ausgestattet, sodass Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen in die Klassen integriert werden können" teilte Volker Beer, Leiter des städtischen Referats Schulen/Sport, Kinder und Jugend auf Anfrage mit. In den Fluren sollen mobile Tischgruppen dafür sorgen, dass' Gruppen gemeinsam an Projekten arbeiten und einzelne Schüler gezielt gefördert werden können. Computer und Tablets werden fast allgegenwärtig sein - natürlich über ein drahtloses Netzwerk mit dem Internet verbunden. Die Schule soll neue Möbel wie ergonomisch geformte Stühle, Trinkbrunnen, eine Bibliothek und eine großzügige Cafeteria bekommen. "Alle Räume werden mit interaktiven Tafeln ausgestattet" so Beer. Selbst die Informationen über Ausfallstunden kriegen die Schüler dann auf den Computer. Für hoffentlich nicht eintretende Notfalle wie einen Amoklauf werden alle Räume mit einem Warnsystem ausgestattet. Und der Schulbus hält direkt vor der Eingangstür. In den Genuss dieses Komforts kommen die Kinder und Jugendlichen der Burgteich-Schule. Sie zieht nach dem Ende der Bauarbeiten von Zittau-West ins Bildungsviertel zwischen Süd und Innenstadt um.

Die DDR-PlattenbauschuIe wird später - wie schon die ehemalige 8./Buschschule in Süd und 9. POS/Förderschule in Nord - abgerissen.

Vielleicht ist der Hof des Schliebenschul-Zentrums dann schon wieder eine Baustelle. Denn die Stadt will dort noch eine Turnhalle bauen.

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