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Auch in diesem Jahr fand wieder die Landesbegegnung von „Schulen musizieren“ statt. Der Austragungsort war Annaberg-Buchholz, die Bergstadt im Erzgebirge.
Die Tradition, diese Veranstaltung an ein lokales Event „anzubinden“, hatte sich in den letzten Jahren bewährt und so war unsere Veranstaltung in diesem Jahr mit der „Annaberger Kät“ verbunden. Wie immer hatte Ulf Firke im Vorfeld der Veranstaltung eine Menge Arbeit zu leisten, Absprachen zu treffen und Örtlichkeiten für die Auftritte zu finden. Dazu kam, dass es in diesem Jahr durch den relativ „ungünstigen“ Termin im Vergleich zu anderen Jahren nur wenige Anmeldungen gab. Bei der Ortsbegehung mit den Ensembleleitern stellte sich heraus, dass es verschiedene, sehr attraktive Angebote für Auftritte gibt. Ein besonderer Dank soll an dieser Stelle an Dr. Daniel Zwiener gehen, der dankenswerterweise die Führung durch die Stadt übernahm und durch ausgezeichnete Ortskenntnisse unserem Anliegen sehr dienlich war.
Da die bevorzugte Annenkirche am Nachmittag wegen einer Hochzeit nicht zur Verfügung stand, musste überlegt werden, wie der Ablauf sein sollte. So schauten wir uns u. a. den „Erzhammer“ in der Innenstadt an, auch eine andere Kirche und eben auch die wunderschöne, im Jugendstil wieder hergestellte Aula des Evangelischen Gymnasiums Erzgebirge. Die Wahl fiel wirklich schwer, alle Gebäude hatten eine wunderbare Ausstattung, auch die Stimmung wäre toll gewesen. Letztendlich entschieden wir uns dafür, das gemeinsame Konzert nicht am Nachmittag in der Kirche stattfinden zu lassen, sondern am Vormittag. Dies erwies sich als eine gute Lösung. So begann das gemeinsame Musizieren in der – zugegeben – recht kühlen Annenkirche pünktlich 10 Uhr. Die Eröffnung wurde vom Ensemble der Janusz-Korczak-Schule Chemnitz, unter der bewährten Leitung von Maria Stülpner, gestaltet. Sie brachen wieder einmal alle Herzen der Zuhörer mit ihrem engagierten und freudvollen Musizieren. Sie gestalteten Rossinis „Eine Italienerin in Algier“ und den 2. Satz der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven mit ihren Rhythmusinstrumenten. Wer diese Schüler und ihre Ensembleleiterin gesehen und erlebt hat, der war tief beeindruckt.
Desweiteren war zu hören die Bläserklasse des Gymnasiums Dresden-Cotta unter der Leitung von Frau Lötzsch. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Chores des Evangelischen Gymnasiums Erzgebirge unter der Leitung von Daniel Zwiener. In der akustisch schwierigen Annaberger Annenkirche bestach sein Chor durch homogenen Klang und Brillanz. Ein wahrer Ohrenschmaus, diesen jungen Leuten zuzuhören!
Die Brückenbergschule Schwarzenberg konnte ebenfalls ein berührendes Programm darbieten. Erwähnt sei der Kanon „Nach dieser Erde wäre da keine…“, der von den Schülern eindrucksvoll vorgetragen wurde. Auch der Chor des Geschwister-Scholl- Gymnasiums Löbau unter Leitung von Frau Görlich war zu hören. Insgesamt war es eine runde Sache, so das Urteil der Beteiligten und der Zuhörer.
Der zweite Programmpunkt des Tages sah einen Auftritt aller Ensembles im Festzelt der Annaberger Kät vor. Allen Skeptikern zum Trotz erwies sich auch das als gute Entscheidung. Das Volksfest selbst begann erst 13 Uhr, so war es relativ ruhig. Trotzdem gab es einige Zuschauer, und die Ensembles hatten noch einmal die Gelegenheit, vor anderer Kulisse Teile ihres Repertoires zu zeigen. Eine Überraschung gab es jedoch – die Trommelgruppe der Förderschule Auerbach unter Leitung von Frank Martin reiste an und bot einen Ausschnitt aus ihrem großen Repertoire. Diese Gruppe hatte unser Landesverband ja nach Hamburg zur Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ geschickt und auch dort sind sie wirklich toll angekommen. Es ist einfach beeindruckend, Frank Martin mit seinen Schützlingen zu beobachten und zu erleben. Diese Freude am Musizieren, diese Aufgeschlossenheit, diese unbedingte Disziplin und Hingabe zu erleben – das wünscht man jedem Musiklehrer! Wir können wirklich stolz sein auf solche Ensembles und natürlich solche Ensembleleiter, die es schaffen, auch den Kindern in der Förderschule ein Gefühl für Musik und Gemeinsamkeit zu vermitteln! Danke an Frank Martin, Maria Stülpner und die Ensembleleiter der Brückenbergschule Chemnitz, stellvertretend für viele engagierte Musiklehrerinnen und Musiklehrer, die besonders auf diesem schwierigen Gebiet erfolgreich arbeiten!
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war das Konzert in der Aula des Evangelischen Gymnasiums. Schon der Raum selbst war eine Augenweide, die Größe entsprach fast genau der Teilnehmerzahl, die Akustik war fantastisch und die Stimmung natürlich auch! In bewährter Weise führte Ulf Firke durch das Programm, und durch die überschaubare Zahl an Mitwirkenden funktionierte alles reibungslos. Wieder gelang es vor allem den Ensembles der Förderschulen, sich in die Herzen und Ohren der Teilnehmer zu spielen und zu singen.
Unser Dank gilt vor allem natürlich der Stadtverwaltung Annaberg-Buchholz, in Gestalt der Oberbürgermeisterin, Frau Klepsch, die es sich nicht nehmen ließ, das Konzert in der Annenkirche zu eröffnen. Aber auch und besonders Frau Dr. Lorenz, der Kulturbeigeordneten der Stadt, die es mit ihrer sehr ruhigen und kompetenten Ausstrahlung schaffte, alle kleineren Probleme sofort zu lösen. Hier fanden wir eine Zusammenarbeit vor, die wirklich den Namen verdiente! Aber auch Daniel Zwiener sollte noch einmal gedankt werden. Ohne seine tatkräftige Hilfe, seine Ortskenntnisse und sein Engagement wäre diese Landesbegegnung sicher nicht so erfolgreich verlaufen. Freuen wir uns im nächsten Jahr auf eine neue Landesbegegnung, wahrscheinlich in Torgau…
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