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Es war einmal im Frühjahr 2006, als Deutschlands bekanntester Ethnotrommler, Bruno Assenmacher, ins vogtländische Lengenfeld kam und trommelinteressierte Menschen mit der Darabuka und orientalischen Rhythmen vertraut machte. Die Darabuka ist eine Trommel mit Gusskörper und einem Kunststofffell, die in den orientalischen Ländern beheimatet ist.
Die Resonanz auf den Workshop war riesig und schnell kam man überein, dass dies nicht der letzte gewesen sein sollte – der Trommelvirus hatte zugeschlagen. Unter den Teilnehmern befanden sich Lehrer aus der Mittelschule „Gotthold Ephraim Lessing“ Lengenfeld und Lehrer und Erzieher von der Sonnenhof-Schule Auerbach, einer Schule für geistig Behinderte. Dass das Trommeln sich positiv auf die Sprachförderung, das Rhythmus- und Gemeinschaftsgefühl auswirkt, hatte man am eigenen Leib erfahren und jeder brannte darauf, diese Erlebnisse in die tägliche pädagogische Arbeit einfließen zu lassen. So gründeten sich an beiden Schulen kleine Trommelensembles und bis zur Idee, ein schulartübergreifendes Projekt zu starten, war es nur noch ein kleiner Schritt. Man beteiligte sich erfolgreich an den Wettbewerben „Schule mit Idee“ und „Demokratisch handeln“. Schnell wurde die Trommelgruppe, die sich „Hakuna Matata Projekt“ benannte, zu einer festen Institution im Vogtland. Es folgten zahlreiche Auftritte, z. B. zum Ganztagskongress in Dresden, zur Eröffnung des Boxberger Amphitheaters sowie zu den Begegnungen von „Schulen musizieren“. Beim Wettbewerb der Hamburg-Mannheimer Stiftung „Jugend & Zukunft“ waren die Vogtländer Preisträger beim Nationalen Förderpreis 2008, der unter dem Motto „Musizieren bewegt“ stand und können nun ihre Ausstattung mit neuen Instrumenten erweitern.
Als besondere Auszeichnung empfand es das Ensemble, dass es zur Bundesbegegnung von „Schulen musizieren“ als Vertreter Sachsens nach Hamburg fahren durfte. Dort haben sich die Trommler auch mit einem eigenen Stück, welches von ihrem künstlerischen Leiter Frank Martin komponiert wurde, am Wettbewerb beteiligt.
Dass sich solche Erfolge nicht mühelos einstellen,versteht sich von selbst. So üben beide Teile des Ensembles wöchentlich in ihren Stammschulen und treffen sich regelmäßig zu Gesamtproben. Gemeinsam werden Probenlager durchgeführt und Projekte geplant.
Auch die im Ensemble mitspielenden Lehrkräfte nehmen ihre persönliche Weiterbildung sehr genau und absolvieren jeweils im Frühjahr und Herbst einen Workshop bei ihrem „Trommelguru“ Bruno Assenmacher.
In der Trommelgruppe ist lebendige Integration kein leeres Stichwort und die Begeisterung bei Spielern und Zuhörern immer deutlich spürbar, ganz nach dem Motto „Hakuna Matata“ – „Die Sorgen mögen dir fernbleiben!“
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