| Lehrerausbildung in Sachsen wird grundlegend verändert |
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| Geschrieben von: Georg Biegholdt |
| Mittwoch, den 20. Oktober 2010 um 13:27 Uhr |
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Dies betrifft insbesondere:
19.10.2010, 13:00 Uhr Zielgenaues Studium mit viel PraxisRahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Sachsen In einer gemeinsamen Kabinettsvorlage haben Kultus- und Wissenschaftsministerium Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Lehrerausbildung in Sachsen vorgelegt. Anliegen ist es, künftige Lehrer aller Schularten qualitäts- und bedarfsgerecht auszubilden. "Unser Ziel ist es, dass wir die Lehrer ausbilden, die wir auch in Zukunft brauchen. Das sind vor allem Grund-, Mittel- und Förderschullehrer. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Lehrerausbildung in Sachsen an künftige Herausforderungen angepasst wird. Nur so kann es uns gelingen, den anstehenden Lehrerbedarf langfristig zu sichern“ sagte Kultusminister Roland Wöller. Wissenschafts- und Kultusministerium haben mit Einbindung der Staatlichen Kommission Lehrerbildung die Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung der sächsischen Lehrerausbildung erarbeitet. „Mit den skizzierten Rahmenbedingungen wollen wir eine zukunftsweisende Lehrerausbildung in Sachsen schaffen. Ich möchte, dass unsere Hochschulen mit unterschiedlichen pädagogischen Profillinien die breiten Facetten des Lehrerberufes abbilden. Im Rahmen der hochwertigen Ausbildung steht für uns Qualität und eine gezielte Vorbereitung auf das künftige Berufsfeld im Mittelpunkt. Ich bin mir sicher, dass unser sächsisches Modell der Lehrerausbildung Schule machen wird“, erklärt Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer und ergänzt: „Wir werden dafür Sorge tragen, dass auch alle derzeit eingeschriebenen Studenten einen anerkannten Abschluss erhalten und mit klarer Perspektive ihr Studium beenden können“. Kapazitätslenkung bei weiterhin hoher Qualität sind dabei zentrale Anliegen. Ausreichend gut ausgebildete Lehrer sind die Basis für guten Unterricht und damit auch für den schulischen Erfolg unserer Kinder. "Im Fokus steht die Weiterentwicklung der Qualität – damit es auch in Zukunft heißt: Sächsische Schulen und Lehrer sind spitze! Die schulische Praxis muss deshalb schon zu einem frühen Zeitpunkt verbindlich in das Studium integriert werden", betonte Kultusminister Roland Wöller. Folgende Rahmenbedingungen sind Grundlage für die strukturelle und inhaltliche Weiterentwicklung des Lehrerstudiums in Sachsen:
In der Staatlichen Kommission Lehrerbildung werden die Eckpunkte weiter differenziert, um den Universitäten die Grundlage für die inhaltliche Ausgestaltung der Lehramtsstudiengänge zu bieten. Außerdem wird das Staatsministerium für Kultus und Sport die Lehramtsprüfungsordnungen anpassen. Quelle: http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/158474 Kommentar 2: Richtig ist: die Polyvalenz in Bezug auf die Durchlässigkeit zwischen den schulartbezogenen Studiengängen ist gescheitert. Mit der Entscheidung, grundständige Studiengänge für Grundschule und Mittelschule einzuführen, sind die Ministerien einer entsprechenden Empfehlung der Staatlichen Kommission Lehrerbildung gefolgt. Äußerst fragwürdig erscheint aber die Wiedereinführung des Staatsexamens. Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge sind zwar im Detail überarbeitungsbedürftig, worüber in den Hochschulen auch Konsens besteht, haben sich aber durchaus bewährt und werden von den Studierenden angenommen. Tatsächlich gibt es nur einen Grund für die Einführung des Staatsexamens: anders hätten die Studiengänge für Grundschule und Mittelschule nicht auf weniger als 5 Jahre verkürzt werden können, ohne gegen die KMK-Vereinbarung einerseits und die Bolognavereinbarung andererseits zu verstoßen. Hier hat also der Finanzminister die Feder geführt, und zwar allem voran mit dem Ziel, die Voraussetzung für eine niedrigere Eingruppierung der Grund- und Mittelschullehrer zu schaffen. Die öffentlichen Verlautbarungen des SMK ist daher nichts anderes als eine Verbrämungskampagne, um den finanzpolitischen Hintergrund dieser Entscheidung zu verschleiern. (Stefan Gies) |