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13. Musiksymposium 2011 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Liebscher   
Samstag, den 05. November 2011 um 11:13 Uhr

13. Musiksymposium (2011)

Vom 4. November 2011, 10 Uhr bis zum 5. November, 16 Uhr fand das diesjährige Musiksymposium unter dem Generalthema "Schritt für Schritt" in Meißen statt. Schon legendär ist das gemeinsame Singen im klanggewaltigen Chor. Die große Breite an Workshops bietet jedem gewissermaßen eine persönlich zugeschnittene Fortbildung und sowohl die Pausen wie der gemeinsam verbrachte Abend mit Beiträgen der Dozenten und einem "Stilbruch"-Konzert knüpfen das sachsenweite Netz der aktivsten Musiklehrer immer fester. Da ist es kein Wunder, dass die Nachfragen die Zahl der verfügbaren Plätze wieder überstiegen haben. Bilder und Kurzberichte folgen hier...

Plenum Auftakt

Gemeinsamer Auftakt im Festsaal.

 

 

Workshop "Bandarbeit" bei Heiko Vogel und Daniel Scharfenberger

Was sind eigentlich „Powerchords“ und wie kann ich einen E-Bass mit einfachen Tabs vom Blatt spielen?
Dies alles und noch einiges mehr wurde uns von Heiko Vogel erfolgreich vermittelt. So mancher fasste hier den Mut, sich endlich einmal ans Schlagzeug zu setzen und auf der E-Gitarre zu spielen – und das zu aktuellen Hits aus Rock und Pop sowie einigen unvergänglichen Klassikern.

Klaasen Band Klassen Band Heiko Vogel

Workshop "Bandarbeit" bei Daniel Scharfenberger (Heidrun Gast)

 

Achtung Aufnahme!  - in 90 min ! ?

In kurzer Zeit ein Ergebnis, mit dem die Kursteilnehmer sehr zufrieden waren und viel Spaß beim Musizieren hatten - für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung.

Daniel Scharfenberger wählte einen ansprechenden Titel und stimmte mit rhythmisch - metrisch rasch nachvollziehbaren Warm-ups die neuen „Bandmitglieder“ auf das Stück ein. Er führte die Probenarbeit mit jugendlicher Frische, methodisch sehr gut durchdacht - in präzisen und anspruchsvollen Teilschritten.

Alle Teilnehmer wurden bei der Erarbeitung des Arrangements einbezogen. Wichtig war dabei die Sensibilisierung eines jeden, auf ein ausgewogenes Zusammenspiel mit den anderen Instrumentalisten sowie dem Sänger zu achten. Augenmerk wurde von Daniel Scharfenberger stets auf  korrektes Spiel und zügiges Arbeiten gelegt.

Der Probeaufnahme folgte die gemeinsame Auswertung. Daniel Scharfenberger gab anregende Impulse, was noch besser zu gestalten wäre. Dabei bezog er geschickt die „Bandmitglieder“ zur Überarbeitung  ein. Die abschließende Aufnahme überzeugte alle Teilnehmer. Applaus und ein Dankeschön an Daniel Scharfenberger!

 

Bandarbeit mit D. Scharfenberger Bandarbeit mit Gitarren

Workshop „Bewegungsimprovisation“ bei Beatrice Kunzsch (Susanne Spittler)

Mit „Zip-Boing-Wutsch“ ging es los. Einfache und leicht umsetzbare Ideen zur Bewegungsimprovisation folgten. Mit Tüchern und ohne Tücher, zu langsamer, gefühlvoller Musik, aber auch zu rockigen Rhythmen. Einen Partner als Marionette bewegen, Namen und Muster in die Luft schreiben, sich vorwärts, rückwärts und drehend durch den Raum bewegen, kleine Szenen erarbeiten und vorführen – all das probierte Beatrice Kuntzsch mit uns aus. Auch für Teilnehmer ohne Vorerfahrung im Bewegungsbereich ein sehr gelungener und hilfreicher Workshop!

Tanzen bei Beatrice Kuntzsch schwebendes Tuch

Workshop "Tanzen ohne vorzutanzen!?" (Kathrin Liebner)

Wenn unsere Kollegen aus anderen Fachbereichen wüssten, wie toll unsere Fortbildungsveranstaltungen sind, würden sie bestimmt vor Neid erblassen. Zu meinem überaus positiven Urteil über das 13. Symposium hat auch der Workshop "Tanzen ohne vorzutanzen!?" bei Beatrice Kuntzsch beigetragen. Der Titel lockte mich und  andere, die mit dem Tanzen im Unterricht noch so ihre Schwierigkeiten haben und der Titel hielt, was er versprach. Frau Kuntzsch stellte uns ihr praxiserprobtes Konzept vor, bei dem der Lehrer sich weitgehend zurücknehmen kann und die Schüler selbst zum Choreographen werden, indem sie sich aus einer Sammlung von Tanzbausteinen ihre eigene Schrittfolge zusammenstellen, diese einstudieren und abschließend präsentieren.

Logisch, dass wir Lehrer im Workshop in die Rolle der Schüler schlüpften und das Konzept ausprobierten. Und das war ganz wichtig, denn es hat uns gezeigt, dass es selbst die mit dem einfachsten Schwierigkeitsgrad deklarierten Schritte schon ganz schön in sich haben können und eine konzentrierte Teamarbeit nötig ist, damit das Ergebnis zum Augenschmaus werden kann. Wir kamen richtig ins Schwitzen und hatten - wie Schüler sicher auch - Spaß am kreativen Miteinander. Sehr hilfreich waren die Tipps von Beatrice Kuntzsch zu sinnvollen Warm-ups und der sich bei dieser Methode anbietenden Prozessbewertung. Ich habe mir das von der Dozentin verfasste Schott-Heft inclusive DVD gekauft und werde "Tanzen ohne vorzutanzen!?" noch im November in meinem Unterricht ausprobieren, denn mir gefällt, dass mich diese Variante als Lehrer entlastet und die Schüler anspruchsvoll gefordert und gefördert werden.

Das Symposium hat richtig gut getan!

Tanzen ohne vorzutanzen

Tanz im Kreis

Workshop "MusiX" bei Markus Detterbeck und Gero Schmidt-Oberländer (Eszter Nickel)

Ich habe den Workshop “Musix” bei Detterbeck und Schmidt- Oberländer besucht und bin sehr überzeugt von dem Konzept, das die beiden mit ihrem Buch anbieten. Eindrucksvoll finde ich, dass erstmals ein Musikbuch mit dem 1. Kapitel in Klasse 5 angefangen werden kann und Schritt für Schritt (gemäß dem Thema des Symposiums) in den folgenden Kapiteln das Wissen und Können aufgebaut wird. Beide Referenten konnten in ihrer erfrischender Art und mit zahlreichen vielfältigen Beispielen aus diesem Musix- Paket, das wahrscheinlich eine Wahnsinnsarbeit erforderte, die Teilnehmer des Workshops überzeugen. Dabei wirkten beide recht bodenständig und man merkt, dass sie selbst große praktische Erfahrungen bei der Erprobung mit ihren Schülern gesammelt haben. In kurzer Zeit waren beim Verlagsstand die mitgebrachten Bücher verkauft.

 

Musix bei Detterbeck und Schmidt.Oberländer Musix


Workshop "Chorpraktisches Klavierspiel" bei Markus und Herrn Schmidt-Oberländer (Stine Kazzer)

 

Es war eine wahre Freude von den beiden Musikern viele neue Ideen und Prinzipien zu bekommen, als Chorleiter Dirigentisches, Chorisches und Sprachliches auszubauen. Das Klavier stand dabei natürlich im Vordergrund und soll mit Tricks, Hilfen und einer bewussten Liedbegleitung jeden Chorschüler zum „qualitätsvollen Singen“ bringen. Zeitgenössische wie auch popige Chormusik konnte somit wunderbar am Klavier gestützt werden. Jeder war unwahrscheinlich beeindruckt und motiviert sich nun selbst im eigenen Klassenzimmer mit diesen vielen Ideen auseinanderzusetzen.

 

Gero Schmidt-Oberländer Gero Schmidt-Oberländer Schupra

Workshop "Stimme  - Bewegung – Körper" bei Markus Detterbeck (Gabi Teske)

 

Ganz bewusst habe ich den Workshop von M. Detterbeck gewählt, da ich aus den vergangenen Jahren weiß, dass er stets gute Anregungen gibt und er seine WS immer vielseitig gestaltet. So auch diesmal. Der Kurs war gut besucht und die Zuhörer erfuhren viel Wissenswertes über die kindgerechte Stimmbildung, die Anbahnung des mehrstimmigen Singens und die Steigerung der Freude am Singen.Uns wurde wieder klar: Wer Musik macht, kann besser hören und zuhören. Ich hoffe, wir werden bald wieder in einer Fortbildung etwas von M. D. hören. Und ich bin sicher: Wir hören wieder gut zu!

Dieses Hören habe ich bewusst so gewählt. Hören sollte dann dick gedruckt sein!

 

Workshop "Guter Musikunterricht" bei Christin Werner


Teilnehmer beim Workshop

Teilnehmer beim Workshop

 

Workshop "Bodypercussion" bei Christiane Jasper (Christin Werner)

 

Sie strahlt. Und sie liebt, was sie an den Musiklehrer bringen will: Bodypercussion.

Eineinhalb Stunden haben die Teilnehmer unter der Leitung von Christiane Jasper ihren Körpern Rhythmen und Klänge entlockt. Doch was sich leicht anhört, ist es bei Weitem nicht. Manchmal kamen sich einige Teilnehmer wie Dilettanten vor. Viel Übung und ein sehr gutes Körperbewusstsein sind Voraussetzung für gut klingende und virtuose Bodypercussion.

Christiane Jasper hat viele Anregungen gegeben und Lust darauf gemacht, es mit den eigenen Schülern zu probieren. Danke!

 

Notenblatt Bodygroove mit Christiane Jasper Christiane Jasper


Workshop "Vom Move zum Grove" bei Hans-Ulrich Gallus (Ulrike Martin)

Wie lernt man eigentlich Rhythmus? Dieser Frage und dem Phänomen, warum viele Menschen beim Klatschen des Grundmetrums immer schneller werden, stellten sich Musiklehrer aus allen Schularten im Selbstversuch. Dabei machte uns Hans-Ulrich Gallus auf spielerische Art und Weise mit seiner Methode des Rhythmuslernens bekannt. Auch wenn wir alle Spiele nach Punkten verloren, leuchtete die Herangehensweise ein und im Selbstversuch wurde deutlich, dass sie funktioniert. Schon der Einsatz des Körpergewichts und die Verwendung logischer Rhythmussilben brachte eine Steigerung der rhythmischen Kompetenz. Überzeugt und motiviert werden wir sicherlich die neu gewonnenen Aspekte umsetzen und fleißig üben, damit wir in der nächsten Runde nicht mehr so schnell zu „knacken“ sind.

Hans-Ulrich Gallus Vom Move zum Groove

 

Workshop „Das Klassenorcherster in gemischter Besetzung“ bei Wolfhard Bickel (Heike Heike)

 

„Wir haben nichts, wir können nichts und machen trotzdem Musik“ - so in etwa stellte Wofhard Bickel den ersten von 3 Workshops zum Thema „Klassenmusizieren“ vor.

Die Teilnehmer erlebten hautnah, wie mit Hilfe klarer Regeln und einer gut durchdachten Organisation der Einstieg ins Klassenmusizieren mit vielen Schüler an wenigen Instrumenten gelingen kann.

Aus 40 Jahren Berufserfahrung schöpfend, zeigte er uns interessante Möglichkeiten auf, ohne viel Lärm und somit für den Unterrichtenden weitgehend nervenschonend, zu einem für alle Beteiligten befriedigenden Ergebnis zu gelangen.

 

Klassenorchester - Xylophon Wolfhard Bickel

 

Workshop "Gitarre und Improvisation" bei Uwe Fink

 

 

Uwe Fink zerspielte Gitarre

 

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