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Schulmusiksymposium 2010 war besonders schön Drucken E-Mail
Geschrieben von: Georg Biegholdt   
Freitag, den 05. November 2010 um 16:40 Uhr

Vom 05. November 2010 um 10.00 Uhr bis zum 06. November um 16.00 Uhr fand das diesjährige Schulmusiksymposium auf Schloss Siebeneichen in Meißen statt. Viele meinen, dass es dies'mal besonders gelungen war. Eine Nachlese in Text und Bildern finden Sie hier:

Begrüßung durch Henno Kröber und erste Arbeit im Plenum mit Uli Führe.

Die chorische "Einstimmzeit" unter der Leitung von Uli Führe eröffnete die 12. Tage der Schulmusik auf Schloss Siebeneichen. Ca. 130 Musiklehrer aus ganz Sachsen waren hier versammelt, um sich auf heitere und gekonnte Weise von einem Meister der Stimmbildung einstimmen zu lassen. Uli Führe begeistert mit Witz und Ideenreichtum und vermittelt scheinbar völlig mühelos wichtige Aspekte der Stimmbildung bei der Arbeit mit großen und kleinen Sängern. Egal, ob es um den Klassenchor in der täglichen Schularbeit oder um die Chorprobenarbeit geht. Seine Art des Vorgehens ist klar und verständlich und sofort praktisch anwendbar. Wenn "EinStimmen" mit ihm schon so viel Spaß macht, kann man sich vorstellen, wie gern man mit ihm im nachfolgenden Workshop gearbeitet hat. (Romy Deke)

 

Weiter ging's (Bilder unten) mit Dirk Werner.

Vorstellung der Referenten für die Workshops:

Beatrice Kuntzsch, Hannes Heyne, Heiko Vogel und Sonja Hoffmann

Norma Schroeter, Axel Schüler, Uli Führe und Dirk Werner

Gabriele Bocek, Sylke Schiffmann, Rainer Lautenbach; rechts der Ausstellungstisch der Verlage Schroedel/Westermann/Diesterweg/Schöningh

Nach dem Mittagessen fand die erste Workshoprunde statt (unten zusammengefasst), bevor der "Arbeitsteil" des Tages mit Uli Führe ausklang:

Vor dem Abendessen folgten dann noch die Mitgliederversammlungen von AfS und VDS, welche mit dem Einräumen des Festsaales für den abendlichen Empfang endeten: Die Musiklehrerverbände hatten die Teilnehmer des Symposiums eingeladen zu einem geselligen Abend, der musikalisch gestaltet wurde von einigen Referenten und der Band "Blackbirds", in der Heiko Vogel mitwirkte:

Zunächst schmökerten die Gäste in den ausliegenden Zeitschriften, bevor Dirk Werner mit einem Song von Elton John das Programm eröffnete.

Es folgten Axel Schüler an vier Congas und Cowbell (hier begleitet von einem Tumbaito-Mitstreiter) und Norma Schroeter mit einem eigen Song.

Uli Führe unterhielt auf allemannisch. Bevor dann die Band zu spielen begann, wurde die faszinierende Darbietung des diesjährigen Rock-Challenge-Siegers in Sachsen (Kurfürst-Moritz-Schule in Moritzburg) am Smartboard gezeigt. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Die Musik der Blackbirds bestach durch jugendliche Frische (das jüngste Bandmitglied ist Schüler der 9. Klasse) und ausgeprägte Spielfreude. Sie regte sogar zum Tanzen an und endete erst wenig vor Mitternacht. Zwischendurch blieb auch Zeit, um den Mitgliedsantrag zu einem der Musiklehrerverbände auszufüllen. Alle Gastgeber und Gäste fanden den Abend sehr gelungen...

Der Morgen begann dann mit einem Warm-up mit Dirk Werner (u.a. wurden Ohren und Zunge gelockert):

Danach folgte die beeindruckende "Schaustunde" mit der 2. Klasse der Kreativitäts-Grundschule Dresden, welche Klassen-Streicher-Unterricht nach der Rolland-Methode genießt - geleitet von Sylke Schiffmann und ihrem engagierten Schulmusikstudenten:

Vor und nach dem Mittagessen folgten zwei weitere Workshoprunden, bevor Dirk Werner und Uli Führe zum Cool-Down noch einmal fast alle Teilnehmer in den Festsaal zogen (nach zwei anstrengenden Tagen am späten Samstag-Abend nicht unbedingt selbstverständlich). Ein besonders gelungenes Symposium ging zu Ende. Herzlichen Dank an Referenten, Helfer (z.B. die Fachberater, die am Vorabend die Tagungsmappen sortierten), die Küche (für wohlschmeckendes und freundlich verabreichtes Essen), die Mitglieder der Verbände, die engagierten Teilnehmer und natürlich ganz besonders an Henno Kröber, der die Veranstaltung langfristig und umsichtig vorbereitete und leitete!

Workshops

Workshop 1 (3x durchgeführt) mit Beatrice Kuntzsch: Tanzen ohne vorzutanzen!?
[Mit Poptanz-Bausteinen zur individuellen Choreographie]
Tanzen ohne vorzutanzen, geht denn das? So fragte sich wohl mancher Teilnehmer des gleichnamigen Workshops, den Beatrice Kuntzsch im Rahmen der 12. Tage der Schulmusik in Meißen anbot.
Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Ja es geht sogar sehr gut. Die erfahrene Musiklehrerin und Leiterin verschiedener Tanz- und Theaterkurse stellte dazu ihre Tanzbausteine für die selbstständige Schülerarbeit vor.
Nach einer kurzen Einführung in die Problematik ging es auch schon praktisch los. Mit verschiedenen Warm-ups zeigte Beatrice Kuntzsch, wie man Schüler zum Tanzen aktivieren, vorhandene Hemmschwellen überwinden sowie das Rhythmus- und Raumgefühl schulen kann.
Danach wurde die Arbeitsweise mit den Tanzbausteinen vorgestellt. Die Teilnehmer mussten genau wie die Schüler sich Tanzbausteine erarbeiten, gegenseitig vorstellen und in kürzester Zeit zu einer Choreografie zusammensetzen. Hier zeigte sich, dass die vorgestellten Materialien selbstständiges Lernen organisieren, Kreativität fördern und dazu auch noch jede Menge Spaß machen. Die Rolle des Lehrers ändert sich vom Vortänzer, der mit den Schülern fertig ausgearbeitete Choreografien einübt zum Moderator, der das Lernen der Schüler organisiert und begleitet.
Tipps und Tricks zur Musikauswahl, zur Gruppenbildung, zum Erstellen von Arbeitsaufgaben und zur Bewertung rundeten den sehr informativen und abwechslungsreichen Workshop ab.Und ohne groß Werbung zu machen, sei abschließend doch noch hinzugefügt: Man kann sich nicht alles merken, aber man kann lesen, wo es steht. Deshalb hat Beatrice Kuntzsch ihre Materialien auch in einem gleichnamigen Heft beim Schott-Verlag veröffentlicht. Es lohnt sich, darin zu stöbern. (Andreas Müller-Reichenau)
Beatrice Kuntzsch stellte den Kursteilnehmern vor, wie vor allem im Musikunterricht ab Klasse 5 die Schüler selbstständig Tanzchoreographien erstellen, ohne dass der Lehrer laufend helfend und vormachend eingreift. Anhand von Fotos der einzelnen Tanzbausteine sollen die Schüler in Gruppen sich diese erarbeiten, ihren eigenen Tanz zusammenstellen, üben und schließlich vortanzen. Außerdem stellte sie uns einige Möglichkeiten des Warmups und der Bewertung vor. Nachzulesen sind diese sehr praxisverbundenen Tipps auch in B. Kuntzschs soeben erschienenem gleichnamigen Heft beim Schott- Verlag. (Marianne Fiedler)
Hier geht's direkt zum Heft

Workshop 2 (2x durchgeführt) mit Hannes Heyne: Musikalische Ökologie
[Spiel mit Natur- und Eine-Welt-Musikinstrumenten]
Hannes Heyne nahm uns mit unterschiedlichen Musikinstrumenten, so z.B. Muschelhorn, Schwirrholz, Didgeridoo, Wassertrommel und Kokosgeige mit auf eine Reise um die Welt. Der eindrucksvolle Klang einer Klangschale versetze uns gleich zu Beginn des Kurses in eine wundervolle Stimmung. Wir konnten verschiedene Instrumente selbst spielen und somit Material, Bauweise und Spielform entdecken. Auf indischen Rahmentrommeln musizierten wir gemeinsam und einen Regenmacher konnten alle Kursteilnehmer ausprobieren. Weil uns dieser so sehr faszinierte und wir vielleicht zu lange darauf spielten, regnete es am Samstag wirklich! (C. Goldhahn)
Hier geht's direkt zur Klanghütte

Workshop 3 (1x durchgeführt) mit Heiko Vogel: Kreide war gestern
[Interaktive Whiteboards im Musikunterricht]
"Kreide war gestern…" - hoffentlich, denn angesichts der vielen Möglichkeiten, die eine interaktive Tafel bietet, ist die Zeit für einen Wechsel reif. Heiko Vogel hat die (leider wenigen) Interessierten auf ganz einfache, verständliche Art und Weise, also ohne komplizierten technischen Vortrag, mit den vielfältigen Aktionen vertraut gemacht.
Wir haben natürlich an den drei vorhandenen Whiteboards probiert, was geht; aber wir wollten vor allem wissen, wie der Umgang damit im Schulalltag funktioniert, welche Ausrüstung man braucht, um die demonstrierten Aktionen umsetzen zu können und wie seine Kollegen auf die Einführung der Whiteboards reagiert haben.
Genau diese Erfahrungen von Heiko Vogel haben mir Mut gemacht, die Anschaffung interaktiver Tafeln voranzutreiben. Jedenfalls war ich am Montag gleich bei meiner Schulleiterin, die im übrigen schon dran ist. Also vielleicht kann ich auch bald sagen… Kreide und damit dreckige und trockene Hände, Schüler, die völlig genervt ihrer Aufgabe nachkommen, verschmierte Hosen  und T-Shirts, … waren gestern! (Kirstin Borrmann)
Hier gibt's Infos dazu

Workshop 4 (2x durchgeführt) mit Heiko Vogel: Klasse(n)-Band
[Schüler musizieren im Musikunterricht in kleinen Bands]
Auf der Schulhomepage wird darüber berichtet

Workshop 5 (1x durchgeführt) mit Sonja Hoffmann: Gold in der Kehle
[Wie Grundschulkinder ihre Stimme entdecken]
Der ausdrucksvolle, richtige und stimmhygienisch einwandfreie Gebrauch der  Singstimme ist heutzutage für viele Kinder nicht mehr selbstverständlich. Oft zeigen sie schon im Grundschulalter eine Scheu vor dem Singen. Im Kurs von Frau Sonja Hoffmann wurde uns durch zahlreiche Übungsbeispiele anschaulich gezeigt, wie die Kinder wieder Freude am Gebrauch ihrer eigenen Stimme entwickeln können. Theoretische Grundlagen und praktisches Ausprobieren wechselten sich kurzweilig ab. Nach so vielen Denkanstößen und praktischen Beispielen liegt es an uns, das „Gold in den Kehlen unserer Kinder“ wieder zu entdecken und den Spaß am fröhlichen, gemeinsamen Singen zu wecken. Vielen Dank dafür! (Birgit Jacob)
Sonja Hoffmann ist Herausgeberin eines Unterrichtswerkes

Workshop 6 (2x durchgeführt) mit Norma Schroeter: Klangkolorit
[Mit Kindern die Geheimnisse der naturklänge entdecken]
Norma Schroeter stellte ihr ideenreiches Konzept Klangkolorit vor, welches sich uns als Grundlage für unendlich viele Gestaltungs- und Darstellungsoptionen nicht nur im Musikunterricht erschloss. Eine engagierte Musikerin, von deren innovativer Idee man in Zukunft sicher noch mehr hören wird. (Judith Dalitz und Anke Jurke)
Hier gibt's mehr Infos

Workshop 7 (1x durchgeführt) mit Axel Schüler: Polymetrik / Polyrhythmik
[Einfache Konzepte zum Einstieg in die Welt der Polyrhythmik]
Dass der Workshoptitel eine Hand- und Gehirnverknotung beinhalten würde, war wohl den meisten Teilnehmern sofort bewusst. Axel Schüler brachte uns das Phänomen der Polyrhythmik jedoch erstaunlich klar und nachvollziehbar nahe. In interessanten Hörbeispielen und eigenen Bewegungsversuchen verinnerlichten wir uns Axels Leitideen:
Die 1 ist nicht die 1! Und wer bestimmt eigentlich, wo die 1 liegt?
2 gegen 3 ist ein weit verbreitetes Grundprinzip, das trotz seiner Logik ein wenig Übung verlangt. Dazu wurden uns verschiedene Übungsansätze vermittelt!
3er Verschiebungen im 4/4 Takt sind nicht weniger logisch, verlangen jedoch schon etwas mehr Übung! Hier haben wir Teilnehmer uns wohl grob angenähert und waren begeistert von Axel Schülers „Schlagfertigkeit“. Es ist eben doch eine Kunst, Hände und Füße so unabhängig zu koordinieren und zwei für unser Gehirn kaum zugleich erfassbare Rhythmen gleichzeitig zu spielen!
Polyrhythmik begeistert – und wir werden wohl beim nächsten rhythmisch schwer erfassbaren Titel genauer hinhören, welches Prinzip sich dahinter verbirgt. Für den Musikunterricht ergeben sich hier spannende Aktionsfelder: Die Schüler erleben elementares Musizieren mit hohem Anspruch und können dabei ihre persönlichen Strategien zum Rhythmuserfassen und -produzieren entwickeln: über die Logik, das Bewegungsempfinden, die Sprache oder hohes musikalisches Einfühlungsvermögen.
Wir haben viel gelernt, hatten eine Menge Spaß und die befürchteten Verknotungen blieben natürlich nicht aus! (Cathleen Wiese)
Hier noch mehr lernen

Workshop 8 (1x durchgeführt) mit Axel Schüler: Cajones im Klassenmusizieren
[Einfache Wege, um Cajones in Rock, Pop und anderen Stilen zu verwenden]
Extrem gut durchblutete Hände, viele Anregungen für den Einsatz des Cajons im Unterricht und hilfreiche Tipps zur Anschaffung - das nehme ich mit aus dem Workshop. Mit einfachen Erklärungen und anschaulichem Vorzeigen hat es Axel Schüler geschafft, mich von diesem Instrument zu überzeugen. Er zeigte Möglichkeiten, typische Schlagzeugrhythmen - von Rock/Pop bis Techno - auf mehrere Spieler aufzusplitten und dadurch auch für Unerfahrene spielbar zu machen. Da es Cajones in verschiedenen Größen gibt, wie im Workshop zu erfahren war, ist es ein Instrument, das wirklich in jeder Schulform einsetzbar ist. Und es hat richtig Spaß gemacht, gemeinsam in der Gruppe zu trommeln! (Susanne Spittler)
Mehr von Axel Schüler

Workshop 9 (1x durchgeführt) mit Axel Schüler: Instrumentalkurs Cajon
[Warm-ups, Spieltechniken und Soundmöglichkeiten]
Hier das Gelernte festigen...

Workshop 10 (1x durchgeführt) mit Uli Führe: Klingende Luftikanten und Beckenschiffe
[Wir klingen vom Scheitel bis zur Fußsohle]
Hier geht's direkt zum Buch: Feuerzutz und Luftikant

Workshop 11 (1x durchgeführt) mit Uli Führe: Von Stimmakrobaten und singenden Trollen
[Auf spielerische Weise mit Stimme und Liedern umgehen]
Mit viel Witz und Charme zeigte Uli Führe in seinem Workshop „Von Stimmakrobaten und singenden Trollen“ verschiedene Möglichkeiten, mit Liedern auf sehr freudvolle Art und Weise in der Schule umzugehen. Zugänge über Bilder, Geschichten oder Gesten spielten dabei neben Improvisation und der Erarbeitung von Mehrstimmigkeit eine wichtige Rolle. Bei allen musikalischen Aktivitäten wurden ein spielerischer Umgang mit der Stimme, die Wahrnehmung des eigenen Körpers und eine altersgemäße Atemschulung in den Mittelpunkt der Erarbeitung gerückt. (Alexandra Haubner)
Hier mehr von Uli Führe

Workshop 12 (1x durchgeführt) mit Uli Führe: Stimmimprovisation - Improvisation mit der Stimme
[Von elementaren rhythmischen Übungen bis zur gebundenen Improvisation]
Mit Humor und Freude startete Uli Führe den Workshop. Die Teilnehmer erfuhren, dass für eine Improvisation in erster Linie Handwerk erforderlich ist und die Inspiration nur einen kleineren Teil einnimmt. Seine Ausführungen waren immer mit praktischen Beispielen gekoppelt. So konnten einige die Dirigiertechnik ausprobieren. Die Empfehlung, einen Rhythmus immer mit Sprache zu kombinieren, fanden viele der Teilnehmer sehr hilfreich. Ein kurzweiliger Workshop, der Musiklehrer zu neuen Überlegungen anregte. Dank an Uli Führe! Ich war sehr froh, endlich mal Uli Führe kennen zu lernen, denn viele Lieder von ihm kannte ich schon und habe sie immer gern gesungen. Toll, dass dies geklappt hat! (Gabi Teske)
Hier Uli Führe hören

Workshop 13 (2x durchgeführt) mit Dirk Werner: Probestrategien und Probetechniken
[Songs effektiv und sorgfältig proben]
Hier zur Homepage von Dirk Werner und seine Interpretation des Elton-John-Songs noch einmal hören

Workshop 14 (3x durchgeführt) mit Gabriele Bocek: Der Körper und Bewegung
[Die Schnittstelle zwischen Theater und Tanz aktiv erforschen]
Zunächst noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Gestalter des diesjährigen Symposiums. Wie auch in den vergangenen Jahren ist es euch gelungen zwei erlebnisreiche Tage mit qualifizierten Dozenten, abwechslungsreichen Workshops und einer gelungenen Abendveranstaltung zu organisieren. Dabei empfinde ich immer wieder die lockere familiäre Atmosphäre als besonders wohltuend.
Eher zufällig landete ich im Workshop von Gabo, da meine favorisierten Workshops um die Zeit schon überfüllt waren. Ich habe es nicht bereut. Gabo arbeitet mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den Bereichen Tanz und Theater und doziert auch über Rhythmik, Musik, Theater und Tanz.
Sie zeigte uns, wie man innerhalb von neunzig Minuten über Körpererwärmung und –lockerung,  das Einstudieren weniger fester Bewegungsmuster, Einzelarbeit und Gruppenarbeit zu einem präsentablen choreographischen Ergebnis kommen kann. Besonders gut gefiel uns dabei, dass nur wenige feste Bewegungselemente vorgegeben wurden und viel Raum für individuelle Umsetzung blieb. Wir spürten aber auch am eigenen Leib, wie sich wohl ein Schüler fühlt, wenn es heißt: Entwickle deine eigene Geschichte! Tanz deine Choreographie in der Gruppe vor. Da wurden auch bei uns Lehrern Unsicherheit und Peinlichkeit mit Alberei überspielt. Hilfreich war dabei der Gegenstand, in unserem Fall die Einkaufstüte, an der man sich festhalten bzw. die man gestalterisch einsetzen konnte.
Auf jeden Fall werde ich das Bausteinprinzip mit allgemeinen Vorgaben, Einzelarbeit und darauf folgendem Zusammensetzen in der Gruppe im Unterricht ausprobieren. Zwar weiß man vorher nicht, wie das Ergebnis aussehen wird, aber damit haben wir Musiklehrer doch nun  wirklich kein Problem, oder?
(Katrin Turinsky)
Hier zum Mondstaubtheater, welches Gabi Bocek leitet

Workshop 15 (1x durchgeführt) mit Sylke Schiffmann: Klassenunterricht mit Streichinstrumenten
[Unterricht nach der Rolland-Methode für gemischte Streichergruppen]
Hier geht's zum Streicherklassenprojekt der Kreativitätsgrundschule Dresden

Workshop 16 (1x durchgeführt) mit Rainer Lautenbach: Grundkurs Schulpraktisches Klavierspiel
Workshop 17 (1x durchgeführt) mit Rainer Lautenbach: Aufbaukurs Schulpraktisches Klavierspiel
Im Workshop "Aufbaukurs Schulpraktisches Klavierspiel" mit Prof. Rainer Lautenbach aus Leipzig erwartete die 6 TeilnehmerInnen ein äußerst lebendiger und für die eigene Schulpraxis sehr nutzbringender zweistündiger Kurs, bei dem neben Rockklassikern (Don't Worry, Be Happy) auch ganz aktuelle Songs aus den Charts (Somewhere Over The Rainbow mit Israel "Iz" Kamakawiwo'ole) am Klavier erarbeitet wurden: passende und mitreißende Patterns (für Tango, Reggae, Bossa, Gospel) und Liedbegleitungen wurden auf die TeilnehmerInnen zunächst so aufgeteilt, dass man die oft schwierigen Rhythmen nur mit einer Hand spielte, danach dann aber mit beiden Händen, so dass man in relativ kurzer Zeit sehr viel lernen konnte. Ein ganz großes Dankeschön an Professor Lautenbach, der sich sogar zum Mittagessen noch mit uns an einen Tisch setzte und ganz interessiert war an unseren Erfahrungen aus der Schule.

Workshop 18 (1x durchgeführt) mit Rainer Lautenbach: Charts am Klavier begleiten
Im Workshop von Prof. Rainer Lautenbach fanden sich lernbegierige Musiklehrer zum Klavierspiel zusammen. Mit viel Mühe hatte Herr Lautenbach Begleitpattern in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zusammengstellt und mit uns an mehreren Liedbeispielen angewendet. 4-6 Spieler an zwei Klavieren... - mit feinfühliger Koordination entstanden tolle Arrangements. Mit neuem Mut und viel Lust für das Klavier trennte sich schweren Herzens die neue, kleine Musizierfamilie. Danke, Herr Professor Lautenbach! (Carola Walther)

Fotos: Georg Biegholdt

 

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